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Peter J. und Helga König im Gespräch mit #Florian_Hollerith, #Weingut_Hollerith #Maikammer/Pfalz

 Florian Hollerith
Lieber Florian Hollerith, dieser Tage haben wir  fünf Ihrer Weine auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt. Dazu möchten wir heute einige Fragen an Sie richten.


Helga König:  Damit unsere Leser eine Vorstellung bekommen, wo sie das Weingut Hollerith finden, zunächst, in welcher Wein-Region ist das Gut beheimatet und was zeichnet die Landschaft aus, damit bester Weinbau möglich ist?

Florian Hollerith:  Unser Weingut liegt im Herzen der Pfalz im Weinort Maikammer zwischen Neustadt an der Weinstr. und Landau i. d. Pfalz. Neben dem mediteranen Klima und der besonderen Ausrichtung der Weinberge entlang dem Pfälzer Wald, ist hier insbesondere wegen der tiefgründigen und abwechslungsreichen Böden, Weinbau unter optimalen Bedingungen möglich. 

 Peter J. König
Peter J. König: Welche Größe hat der Weinbau-Betrieb und wer zeichnet für die Weine verantwortlich und seit wann wird in der Familie Hollerith Weinbau betrieben? 

Florian Hollerith: Unser Weingut hat eine Rebfläche von 10 Hektar. Wir produzieren in etwa 50000-60000 Flaschen pro Jahr. Es wird seit der dritten Generation in unserem Weingut, Weinbau betrieben. Mein Großvater gab noch die Trauben an die Genossenschaft ab und betrieb dazu parallel eine Rebschule. Mein Vater begann vor etwa 30 Jahren Flaschenweine zu füllen. Ich bin seit etwa 10 Jahren für die abzufüllenden Weine verantwortlich. 

 Helga König
Helga König: Welche Rebsorten werden angebaut und welches Terroir gibt es, damit geeignete Weine hier entstehen können? 

Florian Hollerith:  Die Rebsorten teilen sich zu 50 % in rote und 50% in weiße auf. Die Hauptrebsorte im Rotwein liegt beim Spätburgunder und wird noch von Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah ergänzt. Beim Weißwein spielt der Riesling, aber auch die Burgundersorten wie Grau- Weissburgunder und Chardonnay die Hauptrolle. Das Sortiment wird noch von weiteren Sorten wie dem Sauv. blanc und dem Gewürztraminer abgerundet. 

Die Böden sind alle sehr kalkgeprägt mit teilweise Bundsandsteinanteilen, aber hauptsächlich Lehm und Tonanteilen. Sie sind bestens für die rote wie auch weisse Burgunderfamilie geeignet. 

Peter J. König: Was gibt es zu der Philosophie des Weinmachens im Weingut Hollerith zu sagen und welche Kenntnisse liegen dazu vor? 

 Florian Hollerith
Florian Hollerith:  Ziel ist es die optimalen Trauben zu bekommen. Das geht nur im Weinberg. Deshalb ist die Arbeit im Weinberg so enorm wichtig. Die Konzentration muss am Stock statt finden nicht im Keller. Das heißt es werden niedrige Erträge und kleine substanzreiche Beeren angestrebt.Das naturnahe Kultivieren der Weinstöcke ist selbstverständlich und viel Handarbeit ist dafür nötig. Im Keller findet dann eigentlich nur noch ein "Begleiten der Weine" statt. 

Helga König: Eine künstlerische Besonderheit sind die Etiketten auf den Weinflaschen, was hat es damit auf sich? 

Florian  Hollerith:  Ich male schon seit etwa 20 Jahren in Öl, Acryl auf Leinwand. Das verschafft mir einen Ausgleich. Ich sehe im Malen eine Bereicherung für den Wein. Das eine inspiriert das andere und es wird gegenseitiger Raum für Wachstum geschaffen. Dabei entstehen immer mal wieder, eher beiläufig, ein paar interessante Etiketten. Nicht alle werden aufgelegt, weil ich oft experimentell arbeite aber einige schaffen es sich zu bewähren. Bei Großflaschen male ich sogar direkt auf die Flasche. Im Prinzip bin ich ein malender Winzer oder ein weinmachender Maler. Meine Skulpturen sind die bemalten Flaschen. Der Inhalt ist sehr vielschichtig und lebendig so wie meine Malerei.

Peter J. König: Wie gestaltet sich die Arbeit in punkto Qualität aber auch Nachhaltigkeit im Weinberg, bei der Lese und in der Kellerwirtschaft? 

 Florian Hollerith
Florian Hollerith: Im Weinberg wird ein naturnaher Anbau angestrebt. Ziel ist es, Weinberge zu kultivieren, die in einem natürlichen Gleichgewicht stehen. Die Rebstöcke müssen gut balanciert sein, d.h. sie dürfen weder zu stark- (mastig) noch zu schwachwüchsig sein sondern müssen sich in einem ausgewogenen Verhältnis dieser zwei Pole befinden. Die Folge ist, das die Weinberge dadurch widerstandskräftiger gegenüber Krankheiten sind und von Natur aus kleinere Erträge mit höheren Qualitäten bringen. Deshalb bedarf es, jedem einzelnen Weinberg entsprechend, eine individuelle abgestimmte Pflege. 

Man muss seine Weinberge immer besser kennen lernen und auf sie eingehen. Kein Kunstdünger, keine Herbizide und ausschließlich manuelle Bodenpflege ist die Basis. Auch der Pflanzenschutz sollte ohne Chemie erfolgen. Dann entstehen Trauben höchster Güte und Finesse. Bei der Weinlese wird ein Teil der Basisweine und das komplette Premiumsegment per Handlese geerntet. Selektives Arbeiten ist hier ausschlaggebend. 

Die Rotweine vergären traditionell in offenen Maischebehältern bis zu 21 Tagen je nach gewünschtem Typ und wandern nach einer schonenden Pressung in die Fässer, zum Teil auch in Barriques, um dort ihre weitere Entwicklung zu durchlaufen. Die Weißweine kommen direkt auf die Kelter und werden gleich gepresst. Nach der Gärung ruhen die Weine bis kurz vor der Abfüllung auf ihrer Hefe. Das macht die Weine stabil und langlebig.

Helga König: Was zeichnet die Weine des Familien-Weinguts Hollerith ganz besonders aus?

Florian Hollerith: Unsere Weine zeichnen sich in erster Linie durch eine persönliche Handschrift aus. Sie sind alle in ihrer Art feinfühlig in ihren Proportionen abgestimmt, haben individuellen Charakter und Wiedererkennungswert. Die Balance und die Bekömmlichkeit ist uns sehr wichtig. Die Weine sollen auch nicht schwerfällig oder sättigend sein, sondern zum Genießen animieren. Dabei geht es uns um Finesse , Eleganz und eine natürliche Leichtigkeit. Die Weine sollen ihre Sorte, Lage und Bodenbeschaffenheit transparent und klar widerspiegeln. Auch darf im Topsegment der Tiefgang,die Komplexität und die Länge nicht ausbleiben. Das sind dann die Weine, die sehr fokussiert und präzise in Erscheinung treten, höchsten Genuss versprechen und auf eine lange Flaschenreife angelegt sind.

Peter J. König:  Wo überall hin werden die Weine verkauft, auf welchen Veranstaltungen werden sie vorgestellt und gibt es entsprechend etwas über Auszeichnungen zu sagen?

Florian Hollerith: Unsere Weine werden hauptsächlich in Deutschland angeboten, ein Teil geht auch in die Schweiz. 70 % geht direkt an den Endverbraucher. Wir fahren regelmäßig zum Ausliefern mit dem LKW in die Großstädte und Ballungsgebiete. Der Rest wird per Post oder Spedition verschickt. Die anderen 30% wandern in den Fachhandel und in die gehobene Gastronomie. Unsere Weine werden alljährig von den namhaften Weinführern wie Gault Millau, Eichelmann und Der Feinschmecker in ihren Publikationen bewertet und aufgeführt.

Helga König: Immer wieder interessiert unsere Leser sehr, wie sie die Weine aus den vorgestellten Gütern beziehen können, welche Möglichkeiten gibt es entsprechend bei Peter und Florian Hollerith, on-line etwa oder aber telefonisch? 

Florian Hollerith: Nirgends kann man Weine besser verkosten, als dort in der Landschaft in der sie gewachsen sind, besteht dazu die Gelegenheit etwa bei einem Hoffest oder bei einer individuellen Weinprobe, wo man dann direkt die Weine erstehen kann? Unser Weingut ist bei etlichen Weinveranstaltungen und Weinevents präsent. Zum Beispiel, Berliner Weinmesse, Winestyle in Hamburg, Vinalia Hannover uvm. Unsere Weine kann man jederzeit, über unsere website www.weigut-hollerith@.de oder telefonisch unter 06323-6168 bestellen.

Wir bieten ganzjährig Weinproben in unserem Weingut an. (bis 12 Personen) Am besten Termin via e-mail oder telefonisch erfragen.

Lieber Florian_Hollerith, wir danken Ihnen herzlich für das aufschlussreiche Interview.

Peter J.  und Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Hollerith und können dort den Wein bestellen. www.weingut-hollerith.de

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