Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Rheinhessen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rheinhessen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Helga und Peter J. König im Gespräch mit Jürgen Kissinger, Weingut Kissinger, Uelversheim, Rheinhessen

Lieber Herr Kissinger, heute haben wir  5 Ihrer Weißweine und einen Rotwein auf  "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt. Dazu möchten wir nun einige Fragen an Sie richten.


Helga König: Damit unsere Leser eine Vorstellung haben, wo das Weingut Kissinger zuhause ist, hier zunächst die Frage: In welcher Wein-Region ist das Gut zu finden, in welcher Gemeinde und was zeichnet das Wein-Gebiet aus? 

 Moritz und Jürgen Kissinger
Jürgen Kissinger: Rheinfront, Gemeinde Uelversheim, ist wohl momentan das innovativste Anbaugebiet in Deutschland 

Peter J. König: Wie lange existiert das Weingut Kissinger, wer ist heute für das Gut und die Herstellung der Weine verantwortlich und wieviel ha Rebfläche werden kultiviert? 

Jürgen Kissinger: Mein Sohn Moritz (momentan in der Lehre) ist die vierte Generation, momentan bin ich für den Weinausbau verantwortlich aber ich stimme mich jetzt schon eng mit meinem Sohn ab, knapp 13 ha Rebfläche, wir verstehen uns als Familienbetrieb

 Helga König
Helga König: Welche besonderen Rebsorten werden angebaut, in welchen speziellen Lagen?

Jürgen Kissinger: Vor allem Riesling, Weiß- und Grauburgunder aber auch Scheurebe und Sauvignon Blanc, bei Rotwein Spätburgunder. Top Lagen sind: Oppenheimer Herrenberg und Uelversheimer Geierscheiss das ist ein kleiner Teil der Weinbergslage Uelversheimer Tafelstein eine Exklave an der Rheinfront oberhalb Ludwigshöhe. 

Peter J. König: Was gibt es über das besondere Terroir in den gutseigenen Weinbergen zu berichten?  

 Familie Kissinger
Jürgen Kissinger: Riesling wächst auf Kalkmergel und Löss, Grauburgunder auf Kalkmergel, Weißburgunder auf Löss, Chardonnay auf Kalkstein alle klimatisch bevorzugt im Rheinhang 

Helga König: Welche Philosophie bestimmt das Weinmachen und wie wirkt sich das auf die Weinbergspflege, die Lese und die Kellerwirtschaft aus? 

Jürgen Kissinger: Wir sind Bio in der Umstellung, ehrliche Weine mit einem Tick Säure, die Weinbergspflege ist die Kernkompetenz im Betrieb. Im Keller kontrolliertes Nichtstun. 

 Peter J. König
Peter J. König: Der Klimawandel ist ja ein ganz aktuelles Thema, besonders bei den Winzern, wie gestaltet sich dieser in den Weinbergen des Weingutes Kissinger und was wird unternommen, damit die Auswirkungen beherrschbar bleiben? 

Jürgen Kissinger: Frühreifende Rebsorten ( Frühburgunder, Portugieser, Müller-Thurgau etc. fallen aus dem Portfolio, nicht zu stark entblättern und Lese in den Morgenstunden. Einsatz von Kühlung ist unumgänglich. 

Helga König: Unsere Leser möchten auch gerne die hier vorgestellten Weine verkosten, welche Möglichkeiten gibt es, diese zu beziehen, etwa einen Online-Shop, per Fax oder auch telefonisch? 

 Gruppe  der Premiumweine
Jürgen Kissinger: Wir aktualisieren gerade unsere Homepage ab Anfang Mai gibt es dann ein komfortables Bestellformular. Telefonisch geht das natürlich auch. Wir bieten auch Probesortimente auf unserer Homepage 

Peter J. König: Nichts ist so authentisch wie die Weine dort zu verkosten, wo sie gewachsen sind und erzeugt wurden. Besteht die Möglichkeit einer Weinprobe im Gut, eventuell bei einem Hoffest oder einer anderen Veranstaltung  Vorort? 

 Familie Kissinger
Jürgen Kissinger: Ja natürlich es gibt eine Jahrgangsverkostung am 28.04. da gibt es alle Weine zu probieren, individuelle Weinproben sind nach Absprache natürlich auch möglich 

Helga König: Interessant ist auch immer, wie der Winzer selbst seine Weine charakterisiert, was gibt es dazu zu sagen? 

Jürgen  Kissinger: Klar mit feinen Aromen, ehrlich geradlinig, mit schmeckbarer Herkunft und manchmal auch eine interessante Überraschung. Jeder Wein gehört in seine Kategorie von Gutswein bis hochwertiger Lagenwein 1

Peter J. König: Neugierig sind die Leser auch stets darauf, ob die Weine bereits prämiert wurden und das Weingut etwa bei den renommierten Weinführern positiv erwähnt worden ist, wie sieht es damit aus? 

Jürgen Kissinger: Gault Millau ; Feinschmecker, Eichelmann; Vinum, Best of Riesling, Weinprämierung der LWK.

Lieber  Jürgen Kissinger, Ihnen ein herzliches Dankeschön für das aufschlussreiche Gespräch.

Ihre Helga König, Ihr Peter J. König

Fotos: Weingut Kissinger


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Homepage  vom Weingut Kissinger und können  dort den Wein bestellen. www.weingutkissinger.der

Helga und Peter J. König im Gespräch mit Isabel Strauch-Weißbach, Strauch Sektmanufaktur, Osthofen, Rheinhessen

Liebe Isabel Strauch-Weißbach, dieser Tage haben wir sechs Ihrer Sekte auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt. Deshalb möchten wir heute einige Fragen an Sie richten.

Hier der Link zu den Sektbesprechungen: 6 Sekte von der Strauch-Sektmanufaktur.

Helga König: Damit unsere Leser eine Vorstellung davon bekommen, was die Strauch Sektmanufaktur ist, hier zunächst: Wo ist die Manufaktur zuhause, wer hat sie gegründet und welche Familiengeschichte steht dahinter und wie lange existiert sie bereits? 

 Tim Weißbach, Isabel Strauch-Weißbach
Foto: Torsten Silz
Isabel Strauch-Weißbach: Die Strauch Sektmanufaktur befindet sich im größten deutschen Anbaugebiet, Rheinhessen, in Osthofen. Gegründet wurde die Manufaktur 2011 von Isabel Strauch-Weißbach und Tim Weißbach. Die Sektmanufaktur geht aus der Sektkellerei Dalbergerhof Strauch hervor. 

Peter J. König: Welche Grundweine werden zur Versektung verwendet und in welchen Lagen werden diese Weine kultiviert? 

Isabel Strauch-Weißbach:  Wir verwenden die klassischen Rebsorten Chardonnay, Spätburgunder, Schwarzriesling und auch Riesling, Weißburgunder, Silvaner. Unsere Weinberge befinden sich in Osthofen und Mettenheim. Wir haben sehr gute Böden für die Sekterzeugung. 

 Helga König
Helga König: Was gibt es zur Philosophie der Strauch Sektmanufaktur zu sagen, speziell im Hinblick auf die biologische Bewirtschaftung der Grundweine und der Tatsache, dass die Strauch Sektmanufaktur die einzige biozertifizierte Manufaktur in Deutschland ist?

Isabel Strauch-Weißbach: Bio steht bei uns im Vordergrund und ist uns sehr wichtig! Wir leben von der Natur und möchten ihr auch eine naturnahe Bewirtschaftung wieder zurück geben. Philosophie – 100% biologisch aus Überzeugung Jeder unserer Sekte ist ein Unikat, außergewöhnlich mit starkem Charakter und eigenem Stil. biologisch zertifizierte Bewirtschaftung, reine Handlese und die schonende Verarbeitung unserer Grundweine nach der traditionellen klassischen Flaschengärmethode sowie mindestens 15 Monate Hefelagerung sind Voraussetzungen für die Qualität unserer Sekte. Die Kombination typischer Champagner-Rebsorten wie Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot noir mit den für unsere Region typischen Sorten wie: Weißburgunder, Riesling, Silvaner, Gewürztraminer und sogar Siegerrebe macht den Unterschied. Wir bewirtschaften unsere Weinberge biologisch, sind Bio-zertifiziert und erzeugen unseren Strom selbst aus erneuerbaren Energien. – Wir möchten die Ressourcen der Erde für unsere Nächsten erhalten und streben ein ausbalanciertes Ökosystem an. Eigenwillige Sekte herzustellen, im Einklang mit der Natur, die sich in die Großen der Welt einreihen können, die uns und unsere Region authentisch widerspiegeln und die sich von den anderen unterscheiden – das ist unsere Philosophie. 

 Peter J. König
Peter J. König: Nach welchem Verfahren findet der Prozess der Vergärung statt? 

Isabel Strauch-Weißbach: Die erste Gärung findet in Barriques, Tonneaux oder Edelstahltanks statt. Hier unterscheiden wir je nach Geschmackstyp. Burgunder werden eher im Holz ausgebaut und Rieslinge im Edelstahltank. Die zweite Gärung findet bei uns immer in der Flasche statt. Wir erzeugen ausschließlich Sekte nach der Traditionellen Flaschengärung! 

Helga König: Wie werden die Sekte hauptsächlich während der zweiten Vergärung ausgebaut und wo liegen die Unterschiede der verschiedenen Ausbaustufen? 

Isabel Strauch-Weißbach: Zweite Gärung in der Flasche. 

Peter J. König: Unsere Leser möchten auch immer gerne wissen, wie sie die Sekte beziehen können, gibt es einen Online-Shop, bundesweite Vertriebsstellen, in Form von besonderen Wein- und Sekthändlern oder etwa per E-Mail oder per Fax und Telefon? 

Isabel Strauch-Weißbach:  Wir sind in den letzten Zügen für unseren Online-Shop. Die Weihnachtspakete können darüber bestellt werden. Sonst nehmen wir auch gern Bestellungen per Mail, Telefon an. Vertriebsstellen können über unsere Homepage eingesehen werden. Hier haben wir einige unserer Händler und Partner unter Bezugsquellen aufgelistet. 

Helga König: Interessant ist auch immer wie die Inhaber der Sektmanufaktur ihre eigenen Pretiosen charakterisieren, was gibt es dazu zu sagen? 

 Tim Weißbach, Isabel Strauch-Weißbach
Foto: Torsten Silz
Isabel Strauch-Weißbach: Unsere Sekte sind einzigartig! Wir erzeugen spannende Cuvées mit außergewöhnlichem Stil. Unsere Burgunder sind sehr cremig, und haben eine sehr feine Perlage! Unser Ziel ist ein langes Hefelager beim Sekt! Wir sind auf einem guten Weg. Spannende Dessertsekte sollte man zu einem Menü verkosten. Wir haben für jede Gelegenheit den passenden Sekt! 

Peter J. König: Nichts ist authentischer als die Sekte dort zu probieren, wo sie kreiert worden sind, gibt es die Möglichkeit eines Besuchs der Strauch Sektmanufaktur, eventuell mit einer Kellerführung und einer anschließenden Verkostung, wo man dann auch gleich die Sekte erstehen kann? 

Isabel Strauch-Weißbach: Ja! Wir haben reguläre Öffnungszeiten und freuen uns immer über Kunden! Mo-Fr. 8-12 und 13-18 Uhr Samstag: 10-14 Uhr. Rufen Sie uns vorher an, damit wir auch selbst da sind. Ab Januar bieten wir jeden 1.Samstag im Monat ein Sektsamstag an. Hier gibt es alle Sekte zu verkosten, eine Kellerführung zum Sonderpreis von 15€ / PS und Öffnungszeiten bis 18 Uhr. 

 Foto: Helga König
Helga König: Neugierig sind unsere Leser auch zu wissen, welche Auszeichnungen und Prämierungen die Sekte erhalten haben und ob sie auch bei den renommierten Weinführern wie Gault Millau und Eichelmann geführt werden, wie sieht es damit aus? 

Isabel Strauch-Weißbach: Natürlich sind wir bei den Weinführern dabei! Wir sind 2015 vom Gault& Millau als Entdeckung des Jahres gewählt worden. Wir haben sehr gute Bewertungen. Dazu zählen die 2. Traube im Gault Millau 2017 und den 2. Stern bei Eichelmann 2017. Drei unserer Prestige-Sekte wurden beim Deutschen Sektpreis 2016 mit Gold ausgezeichnet. Bei Selektion gab es 3x Gold und 2x Silber.

Peter J. König: Sekte aus Deutschlands modernster Manufaktur Strauch stehen mit ihrem Renommee und ihrer Qualität mittlerweile auf gleicher Stufe hierzulande wie die besten Champagner, worauf ist dieser Erfolg zurückzuführen, auf die Grundweine und die traditionelle Flaschengärung etwa, und wie wirkt sich eigentlich der Klimawandel auch im Wonnegau auf diese Grundweine aus?

 Tim Weißbach, Isabel Strauch-Weißbach
Foto: Torsten Silz
Isabel Strauch -Weißbach: Der Erfolg ist ganz klar unsere Lebensphilosophie: Keine Kompromisse!! Wir lesen alle Trauben für die Sektbereitung mit der Hand und nehmen nur die besten Lagen. Wir sortieren sehr stark aus, da wir nur das beste Traubenmaterial nehmen. Wir verwenden Ganztraubenpressung, ganz schonend. Der Grundwein ist sehr wichtig! Hier legen wir wert auf den Ausbau und die Art des Holzes. Das lange Hefelager und die Dosage geben den letzten Kick. Nur mit der Traditionellen, klassischen Flaschengärung bekommt man einen guten Sekt! Klimawandel: Die Vegetation war dieses Jahr sehr früh, wir haben bereits Ende August die ersten Trauben gelesene! Wir werden sehen wie sich das entwickelt.

Liebe Isabel  Strauch- Weißbach wir danken Ihnen herzlich für das aufschlussreiche Gespräch.

Ihre Helga König, Ihre Peter J. König 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie  zur Strauch Sektmanufaktur und können den Sekt dort bestellen: www.strauch-sektmanufaktur.de 

Helga und Peter J. König im Gespräch mit Janine Brüssel, Weingut Scultetus-Brüssel, Bechtheim, Rheinhessen

Liebe Janine Brüssel,  heute  heben wir auf "Buch, Kultur und Lifestyle"  vier Weißweine und zwei Rotweine aus Ihrem Weingut vorgestellt. Deshalb möchten wir nun einige Fragen an Sie richten.

Hier der Link zu den Weinbesprechungen: 4 Weißweine und 2 Rotweine aus dem Weingut Scultetus-Brüssel (Link folgt in der nächsten Stunde)

Helga König: Damit unsere Leser eine Vorstellung über das Weingut Scultetus-Brüssel bekommen, hier zunächst die Frage: In welcher Weinbau-Gemeinde ist das Gut zu finden, zu welcher Wein-Region gehört der Weinort und welche besonderen weintechnischen Vorzüge zeichnet die Region aus?

 Janine Brüssel
Weingut Scultetus Brüssel
Janine Brüssel: Unser Heimatgemeinde Bechtheim liegt im Wonnegau. Das ist der südlichste Bereich Rheinhessens. Wonngau deshalb, weil es eine Wonne ist hier zu Hause zu sein. Bechtheim ist mit über 660 Hektar Gesamtrebfläche eine der größten Weinbau betreibenden Gemeinden Rheinhessens und sogar Deutschlands. Wir Winzer aus Bechtheim sind sehr stolz auf unsere hervorragenden Lagen, die eine Jahrhunderte alte Tradition und Qualität besitzen.  

Peter J. König
Peter J. König: Seit wann existiert das Weingut Scultetus-Brüssel, wieviel ha Rebfläche werden kultiviert und welche Rebsorten werden überwiegend angebaut? 

Janine Brüssel:  Wir bewirtschaften 10 Hektar Weinberge, die sich in 60% Weißweinrebsorten und 40% Rotweinrebsorten aufteilt. Rheinhessen typisch haben wir viele verschiedene Rebsorten. Angefangen von den Burgundern (Weiß- und Grauburgunder) über Riesling, Gewürztraminer, Silvaner, Chradonnay, Spätburgunder, Dornfelder. Mein Vater, und unser Weinort Bechtheim, hat eine große Verbundenheit mit Frankreich (daher vielleicht auch mein Vorname), sodass er als einer der Ersten in Rheinhessen die Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot angelegt hat 

Helga König: Gibt es besondere Lagen, die das Weingut sein Eigen nennt und welches Terroir ist dort zu finden? 

Janine Brüssel: Unsere Weinberge sind auf alle Einzellagen Bechtheims verteilt. Das ist ein großer Vorteil, wenn man die Rebsorten an die Gegebenheiten und Besonderheiten des jeweiligen Terroirs  und Kleinklimas anpassen kann.  

Peter J. König:. Heutzutage hat jedes Weingut seine eigene Philosophie des Weinmachens, wie sieht dies im Weingut Scultetus-Brüssel aus, bezüglich der Weinbergspflege, der Lese und der Kellerwirtschaft? 

Janine Brüssel
Weingut Scultetus Brüssel 
Janine Brüssel: Ich hatte das große Glück in hervorragenden Weingütern ausgebildet zu werden und durfte danach noch verschiedene Praktika in Österreich oder Neuseeland absolvieren. Ich glaube das ist der große Vorteil meiner Winzergeneration. Wir dürfen neugierig sein und hoffentlich auch bleiben. Wir dürfen spannendes ausprobieren und miteinander und untereinander lernen, um sich am Ende vielleicht sogar auf die alten Traditionen zurück zu besinnen. Natürlich arbeiten wir auch mit moderner Kellertechnik, aber unsere Trauben werden immer noch per Hand gelesen und die Moste vergären oft ohne Reinzuchthefen. Den Weinausbau passe ich dem jeweiligen Stiel des Weines an. Die Rotweine vergären ausschließlich auf der Maische und reifen in Holz- und Barriquefässern. Auch ein Teil Weißwein darf im Holz reifen. 

 Helga König
Helga König: Des Weiteren interessiert unsere Leser auch immer, wie die Weine des vorgestellten Weingutes zu beziehen sind, welche Möglichkeiten bieten sich hier an, etwa durch E-Mail oder per Telefon? 

Janine Brüssel: Wir haben feste Öffnungszeiten im Weingut zu denen wir immer für unsere Kunden da sind. Aber selbstverständlich kann man auch telefonisch oder per E-Mail mit uns Termine vereinbaren www.bruessel-wein.de wir versenden aber auch selbstverständlich unsere Weine. 

Peter J. König: Nichts ist authentischer als die Weine dort zu probieren, wo sie gewachsen sind und kreiert wurden, gibt es etwa ein Hoffest oder auch eine Weinprobe direkt im Gut oder sonstige Veranstaltungen? 

Janine Brüssel: Am 27.+28. Mai 2017 findet unsere Frühjahrspräsentation im Garten unseres Weinguts statt. Von 13 – 18 Uhr präsentieren wir unsere neue Jahrgangskollektion. Ein Hoffest veranstalten wir allerdings nicht. 

Helga König: Nach welchen Kriterien werden die Weine bei Scultetus-Brüssel qualifiziert und wodurch zeichnen sich die jeweiligen Qualitätsstufen aus? 

 Janine Brüssel
Weingut Scultetus Brüssel
Janine Brüssel:. Seit dem Jahrgang 2013 haben wir unsere Qualitätsstruktur im Weingut vereinfacht und nach nationalem und internationalen Vorbildern angepasst. Wir teilen dabei in die Kategorien Guts-, Ort-, und Lagenweine ein und peppen seit 2016 die Begriffe etwas auf. Estate Stuff nenne wir die Gutsweine. Das sind die feinen, unkomplizierten und eleganten Menüweine. Als Local Harvest bezeichnen wir unsere trocken ausgebauten Ortsweine. Das sind kraftvolle Weintypen, die Ihre Region in der sie wachsen wiederspiegeln. Weine mit Finesse, die Spaß im Glas bringen. Und Vineyards Greatest erklärt sich ja schon fast von selbst. Das sind die Lagenweine, die in den besten Parzellen unserer Weinberge wachsen. Es sind trockene Spitzenweine mit hoher Fruchtreife. Ihr Charakter ist dicht und mineralisch und spiegelt das Terroir Bechtheims, unseres Gutes und unserer Lagen wieder. 

Peter J. König: Werden die Weine des Gutes auch auf professionellen Verkostungen oder Weinmessen vorgestellt und sind sie bei führenden Weinführern gelistet? 

Janine Brüssel: Ja, wir nehmen an verschiedenen nationalen und internationalen Verkostungen teil und sind bei Eichelmann und Gault Millau gelistet. Das finde ich immer sehr spannend und reizvoll. 

Helga König: Zum Schluss auch hier die Frage: Spielt der Klimawandel auch in den Weinbergslagen des Gutes eine spürbare Rolle und wie wird auf diese klimatische Veränderung reagiert, etwa durch mediterranere Rebsorten oder durch ein verändertes Leseverhalten? 

 Janine Brüssel
Weingut Scultetus Brüssel
Janine Brüssel:  Der Klimawandel ist stark spürbar im Weinbau. Wir haben zwar Glück in unserer Region von größeren Wetterkatastrophen bisher verschont worden zu sein, aber das Wetter wird immer extremer. Beispielsweise hatten wir im vergangenen Jahr extreme Niederschlagsmengen in den Sommermonaten, die den ganzen Jahrgang bedrohten. Insgesamt aber verlagert sich der Reifezeitpunkt der Trauben immer weiter nach vorne. Dadurch können bei der Weinbereitung die Probleme zu hoher Alkoholgehalte oder zu niedrigen Mostsäuren entstehen. Man kann also bei der Traubenlese nicht einfach nur vom Zuckergehalt der Trauben ausgehen um den Erntezeitpunkt zu bestimmen. Es kann auch sein, dass während der Lese ein paar Tage Pause entstehen, da manche Rebsorten schon früher geerntet werden müssen und andere Trauben noch etwas reifen dürfen.

Liebe Frau Brüssel, danke herzlich für das aufschlussreiche Gespräch.

Ihr Peter Jakob  König,  Ihre  Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut  Scultetus -Brüssel und können dort den Wein bestellen. www.bruessel-wein.de

Helga und Peter J. König im Gespräch mit Hedda Hinkel Weingut Dr. Hinkel, Framersheim, Rheinhessen

Liebe Hedda Hinkel,  heute haben wir sechs Ihrer Weine auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt. Dazu möchten wir einige Fragen an Sie richten.


Helga König: Zur Information unserer Leser zunächst: Wo ist das Weingut Dr. Hinkel zu finden, zu welcher Wein-Region gehört es und wie lange wird bei Dr. Hinkel Wein erzeugt, in welcher Generation wird heute das Gut verantwortet und von wem?

 Peter Hinkel, Hedda Hinkel
Hedda Hinkel: Unser Weingut liegt im Rheinhessischen Hügelland. Wir treiben Weinbau in der Familie seit 1700, mittlerweile sind es 17 Generationen. Heute wird der Betrieb von Hedda und Dr. Roland Hinkel geführt, der Sohn Peter Hinkel hat gerade seine weinbauliche Ausbildung mit einem Praktikum in der Steiermark begonnen.

 Peter J. König
Peter J. König:  Wieviel ha Rebfläche werden kultiviert, welche Rebsorten werden angebaut und durch welches Terroir zeichnen sich die Weinberge des Weingutes Dr. Hinkel aus? 

Hedda Hinkel: Wir bewirtschaften 30 Hektar Rebfläche, 2/3 weiss 1/3 rote Sorten, wichtigste Rebsorten sind Riesling, die verschiedenen Burgundersorten, Blauer Portugieser und der Silvaner. Die Weine wachsen auf Terra Fusca, aber auch auf eher sandigen und sogar auf antonigen Böden, der Untergrund ist teilweise eiszeitlich geprägt vom Löß, teilweise ist es der Kalkmergel. Eine Besonderheit sind die vom (Bohn-) Eisenerz geprägten Untergründe am Gau-Heppenheimer Schlossberg, die in Rheinhessen nur auf zwei Standorten zu finden sind. Dies sind unsere ganz besonderen Terroirweine.

 Helga König
Helga König: Gibt es besondere Lagen in denen ganz spezielle Rebsorten besonders gut wachsen können? 

Hedda Hinkel: Das ist die gelebte Grundphilosophie des Weingutes. Durch das über viele Generationen gewachsene Wissen um die Eigenarten jeder einzelnen Lage und jedes einzelnen Bodens werden genau die Rebsorten angepflanzt, die optimal passen und die besten Weine am Standort bringen. Jüngstes Beispiel ist der ausgezeichnete Sauvignon blanc vom kühlen, tongeprägten Weinberg am "Dittelsheimer Weg".

Peter J. König:  Jedes gute Weingut hat heute ja eine eigene Philosophie, in Bezug auf die Weinbergspflege, die Lese und die Kellerwirtschaft, wie sieht es damit bei Dr. Hinkel aus? 

Hedda Hinkel: Weinbau treiben wir nachhaltig und umweltschonend, was schon vor 25 Jahren als Grundlage der Doktorarbeit von meinem Mann Roland Hinkel vorbildlich für die Praxis in Rheinhessen erprobt wurde. Geringer Anschnitt, viel Laubarbeit, Verzicht auf giftige Pflanzenschutzmittel und mineralische Düngung sind nur einige Bausteine des Systems. Im Keller wird sehr zurückhaltend agiert, wir lassen dem Wein seine langsame Reife, schönen überhaupt nicht ("vegane Weine") und setzen auf traditionellen Holzfassausbau beim Rotwein und kühle Vergärung beim Weißen.

Helga König: Der Klimawandel ist ein sehr aktuelles Thema für die Winzer, welche Veränderungen werden festgestellt und welche Reaktionen lösen diese aus z.B. auf den Wasserhaushalt, die Reifezeit des Traubengutes oder auch vielleicht durch den vermehrten Anbau von mediterranen Rebsorten? 

Hedda Hinkel: Natürlich ist der Klimawandel präsent, selbst die ungewöhnlichen Niederschläge 2016 sind Ausdruck dieser Entwicklung. Es gilt sich mit weinbaulichen Maßnahmen flexibel anzupassen und mit Bedacht steuernd in das Rebwachstum einzugreifen, idealerweise durch das Begrünungsmanagement. 

Peter J. König: Unsere Leser sind auch immer interessiert die Weine des vorgestellten Weingutes zu testen, welche Möglichkeiten bieten sich da im Weingut Dr. Hinkel an, etwa per E.-mail zu bestellen oder über ein Online-Portal? 

Hedda Hinkel: Natürlich sind wir in allen Medien erreichbar, am einfachsten über www.hinkelwein.de, 
email weingut.dr.hinkel@t-online.de, 
Fax 06733-1490 oder Telefon 06733-368. Der online shop wird aus rechtlichen Gründen, die wir einhalten, wie z.B. Jugendschutz nach Anmeldung freigeschaltet.

Helga König: Wein dort zu verkosten, wo er gewachsen ist, bleibt nach wie vor die optimalste Lösung, welche Möglichkeiten gibt es diesbezüglich? 

Hedda Hinkel: Wir freuen uns immer über das Interesse an unseren Gutsweinen, die im Weingut in unseren mit Gütesiegel ausgezeichneten Vinothek oder im persönlichen Gespräch mit dem Winzer in der Probierstube verkostet werden können. Ein besonderes Highlight ist die Farbweinprobe – hier wird bei besonderem Licht probiert – eine faszinierende neue Erfahrung, ausgezeichnet mit dem inter-nationalen "Best of Wine Tourism Award" des weltweiten Netzwerkes der Great Wine Capitols. 

Peter J. König: Werden im Weingut Dr. Hinkel auch spezielle Veranstaltungen angeboten, etwa ein Hoffest oder andere Veranstaltungen in der Region, wo man die Weine probieren kann? 

  Peter Hinkel, Hedda Hinkel
Hedda Hinkel: Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm lädt zum unkomplizierten Kennenlernen des Weingutes ein. Sonntagsbrunch, Wein & Tapas Wanderung, Grill & Chill Kochevent, Große Verkostungs-tage,  die Theaterveranstaltung "Mord im Weingut" oder unsere Weinlesen für Kunden mit abendlichem Herbstfest sind bei Weinfreunden beliebt und geschätzt.

Helga König: Werden die Weine von Dr. Hinkel bei professionellen Verkostungen vorgestellt? 

Hedda Hinkel: Selbstverständlich. Hierzu gehören Verkostungen bei unseren Fachhändlern oder Importeuren, aber auch Weinmessen wie Pro Wein oder Rheinhessen-Präsentation.

Peter J. König: Neugierig sind die Leser auch immer auf die Prämierungen eines Weingutes, was gibt es dazu zu sagen? 

Hedda Hinkel: Die Beteiligung an den Weinprämierungen ist wichtiger Qualitätstest, oft verkauft sich der Wein aber schneller als die Auszeichnung auf der Flasche erfolgen kann. Größte Erfolge der letzten Jahre waren der erste Platz "Bester Sauvignon Blanc" in Deutschland im Jahr 2014 und die Wahl unter die TOP 50 United Kingdom in 2016.

Liebe Frau Hinkel,  wir danken Ihnen herzlich für das aufschlussreiche Interview.

Ihre Helga König. Ihr Peter J. König

Fotos: Ina Heuer, Ralf Krein

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie  zum Weingut Dr. Hinkel und können dort Weine bestellen: www.hinkelwein.de 


Peter J. und Helga König im Gespräch mit Annette und Hubertus Krebs, #Weingut_Krebs_Grode, Eimsheim, Rheinhessen

Liebe #Annette_Krebs, lieber #Hubertus_Krebs, dieser Tage haben wir auf "Buch, Kultur und Lifestyle" 6 Ihrer Weine vorgestellt. Heute nun möchten wir  einige Fragen an Sie richten.


Helga König: Wo ist das Weingut Krebs-Grode zu finden, zu welchem Weinbau-Gebiet gehört das Gut und wodurch zeichnen sich die Weine hier aus? 

 Familie Krebs
Annette Krebs: Unser Weingut Krebs-Grode liegt im malerischen 500 Seelendorf Eimsheim, inmitten des Weinanbaugebietes Rheinhessen. Mit authentischen Weinen kann man schmecken, welchen einzigartigen Reichtum die Natur uns schenkt. 

 Peter J. König
Peter J. König: Was gibt es über die Größe des Weinguts Krebs-Grode zu sagen, welche Rebsorten werden angebaut und wie vereinbaren sich diese mit dem Terroir? 

Hubertus Krebs: Von Guntersblum über Eimsheim bis hin zu den Südlagen am Petersberg in Gau-Odernheim verteilen sich 28 ha Reben auf ausschließlich uralten Weinbergslagen. Die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit der Terroirs in Verbindung mit dem handwerklichen Geschick sind der Ursprung für starke Charakterweine und schmackhafte Cuvées. 

Helga König
Helga König: Welche Philosophie leitet die Familie Krebs bei der Herstellung ihrer Weine bezüglich der Weinberge, der Lese und der Kellerwirtschaft? 

Annette Krebs: Das Handwerk des Winzers ist mehr als ein Beruf, es ist eine Lebenseinstellung. Getreu diesem Motto leben und arbeiten wir, Hubertus und Annette Krebs mit unseren 3 Söhnen Felix, Lukas und Justus, mit leidenschaftlicher Hingabe und Begeisterung daran, die aus sechs Generationen gewachsene, natürliche Lebensgrundlage naturnah und nachhaltig für die Zukunft zu gestalten. 
Nachhaltigkeit …
im Weinberg - Schutz unseres fragilen Ökosytems durch Schutz unseres fragilen Ökosystems durch intelligente, maßvolle Nutzung der natürlichen Ressourcen durch Verzicht auf anorganischen Pflanzenschutz und Düngung. Entblätterung zur Gesunderhaltung der entstehenden Trauben sowie Steigerung von Aroma und Farbausbeute Kombination aus selektiver Handlese und modernster maschineller Lesetechnik ergeben eine Lese am optimalen Reifezeitpunkt …
im Weinkeller - Neuste oenologische Erkenntnisse, modernste Technik verbunden mit traditionellen Ausbauvarianten -naturrein, ohne Aromenzusätze, ohne allergene Zusätze lassen lebendige und langlebige Weine entstehen, die Ihren Alltag bereichern und besondere Gelegenheiten unvergesslich machen. 

Peter J. König: Was gibt es über die gutseigenen Lagen zu sagen? 

Hubertus Krebs: Unendliche Terroirvielfalt, vom Löss in der Rheinebene über den Lehmboden bis hin zum schweren Kalkstein am Petersberg, ausschließlich uralte Weinbergslagen (fast ausschließlich Süd Süd-West und Süd-Ostlagen) 

Helga König: Spielt der Klimawandel in der beheimateten Region eine Rolle und wenn ja, wie macht sich dies bemerkbar? 

 Familie Krebs
Annette Krebs: Ja, spielt eine Rolle, bessere Reife, intensivere Farb- und Aromaausbeute.

Peter J. König: Daran anknüpfend, werden durch die etwaige Veränderung auch neue Rebsorten gepflanzt, die früher hier noch nicht optimal anzubauen waren? 

Hubertus Krebs: Mittlerweile auch perfektes Klima für internationale Rebsorten wie Sauvignon Blanc und Cabernet Sauvignon 

Helga König: Wie sieht es mit Prämierungen der Weine vom Weingut Krebs-Grode aus? 

 Annette und Hubertus Krebs
Annette Krebs:  Unser Weingut erhält jedes Jahr zahlreiche Auszeichnungen bei verschiedensten, internationalen Wettbewerben (zweimal in Folge im Finale der AWC), erhielt den Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer und wird vom Gault Millau und dem Feinschmecker empfohlen.

Peter J. König: Auf welche Art kann der interessierte Weinfreund die Weine vom Gut beziehen, z. B. online? 

Hubertus Krebs: Unsere Weine  kann man im Fachhandel, im Lebensmitteleinzelhandel und natürlich gerne vor Ort persönlich kaufen. Auch im Internet finden sich verschiedene Online-Shops, welche die Weine anbieten. 

Helga König: Am besten schmeckt der Wein dort, wo er erzeugt wurde, welche Möglichkeiten gibt es,  Vorort Weine zu verkosten und zu erwerben? 

Annette Krebs: Wir heißen Sie herzlich willkommen, uns zu besuchen, unsere Weine zu verkosten und uns und unsere Philosophie kennenzulernen. Sie können bei uns ausspannen, abschalten und entschleunigen bei einer auf Ihren Geschmack ausgerichteten Weinprobe und/oder Themenweinprobe. Sie können aber auch aktiv Rheinhessen und unser Weingut erleben bei geführten Weinbergswanderungen, am Weinlehrpfad und auch bei Weinbergsrundfahrten. Lassen Sie sich Ihr persönliches Wein-Event zusammenstellen, gerne auch mit Übernachtung und Essen. 

Peter J. König: Hoffeste oder andere Veranstaltungen sind immer eine gute Gelegenheit die Winzer-Familie und ihre Weine entspannt kennen zu lernen, gibt es solche Möglichkeiten und eventuell wann ist das? 

 Annette und Hubertus Krebs.
Hubertus Krebs: Hoffeste und öffentliche Veranstaltungen sind im Moment nicht geplant, denn wir stellen uns ganz individuell auf seine Kunden ein und organisieren Weinproben und Weinevents ganz individuell nach den Wünschen und Vorstellungen unsrer Kundschaft. 

Liebe Annette Krebs, lieber Hubertus Krebs, wir danken Ihnen  herzlich für das aufschlussreiche Interview.

Ihre Helga König, Ihr Peter J. König



Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Krebs-Grode und können den Wein dort bestellen: www.krebs-grode.de

Peter J König. und Helga König im Gespräch mit Christine Huff, Kellermeisterin des Weinguts Fritz Ekkehard Huff, Nierstein-Schwabsburg, Rheinhessen

Liebe Frau Huff, wir haben heute einige Weine aus dem Weingut Ihrer Familie auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt und möchten nun einige Fragen an sie richten. 


Helga König: Zunächst einmal, was gibt es über das Weingut Fritz Ekkehard Huff zu erzählen, wo ist es zu finden, seit wann beschäftigt sich die Familie Huff mit dem Weinmachen, wieviel ha Rebfläche wird kultiviert und wer ist alles tatkräftig mit der Herstellung bester Weine beschäftigt? 

 Christine Huff
Christine Huff: Unser Weingut liegt im Herzen des Niersteiner Ortsteils Schwabsburg in Rheinhessen. Seit 1700 baut unsere Familie dort Wein an, wobei sich aus dem urspünglichen Gemischtbetrieb nach und nach ein reiner Weinbaubetrieb entwickelte. Heute bewirtschaften wir 8 ha Rebfläche. Seit dem Abschluss des Weinbaustudiums in Geisenheim 2010, bin ich für den Ausbau der Weine zuständig. Unterstützt werde ich dabei von meinem Mann Jeremy, den es aus Neuseeland nach Rheinhessen zog. Mein Vater, Ekkehard Huff, kümmert sich um Weinberge und Hof, meine Mutter Doris sorgt für das Wohlergehen der Kunden. Im Januar 2015 kam unser jüngstes Familienmitglied Philippa Kate auf die Welt, die nun gemeinsam mit Oma Margret und Hündin Diva für gute Laune sorgt. 

Peter J. König: Über welche besonderen Lagen verfügt das Weingut und welche Böden sind dort anzutreffen? 

Christine Huff:  Unsere Steillagen Pettenthal, Orbel und Schloss Schwabsburg am Roten Hang sind für uns von besonderer Bedeutung. Aber auch die Kalksteinböden am Paterberg sind vor allem für den Anbau von Burgundersorten spannend. 

Helga König: Welche Rebsorten werden angebaut und in welchem Größenverhältnis steht die jeweilige Menge zueinander? 

Christine Huff:  Mit etwa einem Drittel der Anbaufläche ist der Riesling für uns die wichtigste Rebsorte, ein weiteres Drittel machen Weiß-, Grau- und Spätburgunder aus, die restliche Fläche ist mit verschiedenen regionalen Rebsorten bepflanzt. 

Peter J. König: Welche Philosophie liegt dem Weinmachen zugrunde, in Bezug auf Weinbergspflege, Lese und Kellerwirtschaft? 

Christine Huff: Unser Ziel ist es erstklassige Weine zu erzeugen, in denen sich die Herkunft und unsere Handschrift widerspiegeln. Leidenschaftliche Hingabe für den Wein ist für uns ebenso selbstverständlich, wie der Respekt vor der Natur. Daher verzichten wir auch auf den Einsatz von Herbiziden und Mineraldüngern. Um gesunde und vollreife Trauben zu ernten, investieren wir viel Handarbeit in die Pflege der Reben, bis hin zur selektiven Lese. Im Keller nutzen wir natürliche Prozesse und beschränken uns auf die notwendigsten Arbeitsschritte, um den ursprünglichen Charakter der Frucht zu erhalten. Denn wir glauben, dass möglichst unverfälschte und naturnahe Weine den größten Genuss bieten. 

Helga König: Was gibt es Spezielles über das Terroir zu berichten, sowohl am Roten Hang, als auch in der Lage Schloss Schwabsburg? 

Christine Huff: Auf den kargen Ton- und Sandsteinböden aus dem Rotliegenden müssen die Reben tief wurzeln, wodurch mineralische und gehaltvolle Weine entstehen. Schloss Schwabsburg stand lange im Schatten der berühmten Rheinlagen wie Pettenthal und Hipping. Ich schätze diese Lage jedoch sehr da sie kühler und windoffener liegt. Die Trauben bleiben daher besonders lange gesund und können perfekt ausreifen, ohne dass der Wein zu mächtig wird. 

Peter J. König:  Neben den klassischen Rebsorten Riesling und Burgunder werden auch zu 35% andere Rebsorten angebaut, welche sind dies und was hat es damit auf sich? 

 Christine Huff
Foto: Robert Dieth
Christine Huff: Der wichtigeste "Underdog" ist für uns die Scheurebe. Diese Rebsorte hat durch ihr charakteristisches Aroma und die feine Säure ein großes Potenzial. Sie ist quasi die deutsche Antwort auf Sauvignon blanc. Das beweist mein Mann Jeremy mit seinem GREEN BIRD, eine trockene Scheurebe und perfekte Erfrischung für den Sommer. Ebenfalls von Bedeutung sind der rheinhessische Klassiker Silvaner oder auch die samtige Rotweinrebsorte St. Laurent. 

Helga König: Spielt die Klimaveränderung mittlerweile eine Rolle und wenn ja, welche Auswirkungen hat dies auf die Herstellung der Weine, vielleicht sogar auf den vermehrten Anbau mediterraner Traubensorten?

Christine Huff: Wer, wie Winzer, in Abhängigkeit von der Natur und dem Klima arbeitet, bemerkt natürlich die langfristigen Veränderungen. In den letzten Jahren hat sich dies in erster Linie durch eine höhere Reife und frühere Erntezeitpunkte ausgewirkt. Was uns zunehmend Schwierigkeiten bereitet sind Extremwetterlagen wie Trockenheit im Sommer und Unwetter mit Hagel. Insgesamt betrachtet ist unser Klima allerdings noch nicht mit dem mediterranen Raum zu vergleichen. Wir setzen daher auf regionale Rebsorten und versuchen eher die Auswahl der Lagen und die Anbaumethoden an die Bedingungen anzupassen. So verhindert beispielsweise die Abdeckung des Bodens mit Holzhäcksel Errosion und starkes Austrocknen. 

Peter J. König:  Rheinhessen ist vielleicht das dynamischste Weinanbaugebiet in Deutschland der letzten zwei Jahrzehnte, wie ist dies zu erklären und wie zeigt sich dies? 

Christine Huff:  Die einfachste Erklärung für diese Dynamik ist wahrscheinlich der hohe Wettbewerb. Aber auch die weltoffene und bodenständige Art der Rheinhessen. Man lernt von einander und motiviert sich gegenseitig. 

Helga König: Wie sieht es mit der Vermarktung der Weine vom Weingut Fritz Ekkehard Huff aus, findet diese regional und überregional statt und werden auch Weinmessen besucht?

Christine Huff: Wir vermarkten überwiegend in Deutschland. Sie können unsere Weine direkt über das Weingut beziehen oder bei einem unserer Partner. Mehr Informationen finden Sie unter www.weingut-huff.de 

Peter J. König: Die Leser möchten immer gerne wissen, ob Weinverkostungen im Gut möglich sind, vielleicht sogar ein Hoffest, um so vor Ort die Weine zu testen und zu erwerben, wie sieht es damit aus? 

Christine Huff: Weinverkostungen im Weingut sind nach telefonischer Absprache unter der Nummer +49 (0)6133 58003 möglich. Eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen unserer Weine bietet sich auch an unserem Hoffest am 15. + 16. August 2015.

Liebe Frau Huff, wir danken Ihnen für  das aufschlussreiche Interview.
Peter J. König, Helga König

Bitte klicken Sie auf den Linl, dann gelangen Sie  zum Weingut Huff und können den Wein bestellen.