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Peter J. und Helga König im Gespräch mit Christian Heußler, Weingut Christian Heußler, Rhodt, Pfalz

Lieber Christian Heußler, dieser Tage haben wir fünf Ihrer Weißweine und einen Rotwein auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt. Deshalb möchten wir heute einige Fragen an Sie richten.


Helga König: Zur Information unserer Leser zunächst die Frage: Wo ist das Weingut Christian Heußler zuhause, zu welcher Weinbau-Region gehört die Winzer-Gemeinde und was zeichnet das Weinbau-Gebiet aus?

 Christian  Heußler
Christian Heußler: Unser Betriebssitz ist in Rhodt unter Rietburg in der Pfalz, direkt an der südlichen Weinstraße. Die Nähe zum Haardtgebirge und die vielen kleineren idyllischen Weinbau-Gemeinden zeichnen diese Region aus. 

Peter J. König: Wie lange existiert das Gut von Christian Heußler und was gibt es Wissenswertes über die Entwicklung des Guts zu berichten?

Christian Heußler: Seit 1750 bauen wir Wein an: Seit 1840 im heutigen Betriebssitz in der Mühlgasse 5. Nach einer betrieblichen Umstellung zum Vollablieferbetrieb bei der Rietburg Winzer Genossenschaft, begannen wir 1996 wieder mit der Selbstvermarktung von Flaschenweinen.

 Helga
Helga König: Wieviel ha Rebfläche werden kultiviert, welche besonderen Lagen gibt es und wodurch ist das Terroir geprägt?

Christian Heußler: Unser Betrieb bewirtschaftet aktuell knapp 17 ha Rebfläche in den Lagen Rhodter Schloßberg, Rhodter Rosengarten und Rhodter Klosterpfad. Im Schloßberg herrscht hauptsächlich der rote Sandstein vor aber auch Granit und etwas Kalkmergel. Im Rosengarten findet sich tiefgründiger Lehm/Letten, teilweise mit viel Kalksteinanteil und im Klosterpfad tiefgründige Löss/Lehm Böden. 

Peter J. König: Welche Rebsorten werden überwiegend angebaut und welche geeignete Bodenbeschaffenheit ist dazu vorhanden? 

Christian Heußler: Der Riesling bildet bei uns den Löwenanteil und findet mit Roter Sandstein, Granit und Kalkmergel ideale Bedingungen. Die Grau-, Spät-, Weißburgunder und Chardonnays profitieren ebenfalls von den tiefgründigen Kalkmergelböden. Aber auch Bouquetsorten wie Sauvignon Blanc, Muskateller und Gewürztraminer können hier ihr volles Aroma entfalten. 

Helga König: Heute haben die Winzer ja jeweils eine eigene Philosophie beim Weinmachen, wie sieht es damit aus, etwa bei der Weinbergspflege, der Lese und der Kellerwirtschaft? 

Christian Heußler: Wein anzubauen, heißt für uns in erster Linie auf die Natur zu achten. Unsere Böden, die Kapital und Grundlage zugleich darstellen, bearbeiten wir deshalb besonders schonend. Einen kleinen Teil unserer Fläche ( ca. 1,8 ha ) bearbeiten wir sogar ausschließlich mit dem Pferd. Diese Weine vermarkten wir dann unter der Bezeichnung Rosswingert. Auch im Keller ist oberstes Gebot qualitätsschonendes Arbeiten. Die Weine lagern meist bis Januar/Februar auf der Feinhefe, bevor sie nach einmaliger Filtration abgefüllt werden. Bei unseren Premiumweinen arbeiten wir teilweise mit Spontangärung, Battonnage oder der Lagerung in feinsten Holzfässern. Dies fördert Charakter und Lagerfähigkeit der Weine. 

 Peter J. König
Peter J. König: Auch hier die Frage, wie wirkt sich der Klimawandel in den Weinbergen von Christian Heußler aus und wie wird darauf reagiert? 

Christian Heußler: Der Klimawandel zeigt sich für uns vor allem in einer wechselhaften, leicht wärmeren Witterung. Flexibleres Arbeiten in Bezug auf Laubwandgestaltung, Entblätterung etc. ist die Folge. Auch gewinnen Unwetter, teilweise mit Hagelschlag an Häufigkeit. Positiv zu sehen ist durch die meist wärmeren Jahre die Möglichkeit Rotweinsorten wie beispielsweise Syrah, Cabernet Sauvignon oder Merlot anzubauen. Dem Riesling macht der Klimawandel in unseren Lagen "noch" eher wenig zu schaffen. 

Helga König: Die Leser interessiert auch immer, wie sie die Weine des vorgestellten Weingutes beziehen können, welche Möglichkeiten gibt es da, etwa durch eine Bestellung per Internet, per Telefon oder durch einen Internet-Versand? 

 Christian Heußler
Christian Heußler: Bestellungen per Telefon und Internet sind selbstverständlich möglich. Der Versand erfolgt je nach Bestellgröße per Post, Spedition oder nach terminlicher Absprache durch unser Fahrzeug. 

Peter J. König:  Nichts ist so authentisch, wie die Weine dort zu probieren, wo sie gewachsen sind und erzeugt wurden, gibt es eine Weinprobe im Gut oder ein Hoffest, um direkt Vorort die Weine zu verkosten, um sie dann möglicherweise gleich zu erstehen und mitzunehmen? 

Christian Heußler: Kleinere Weinproben sind von Montag bis Samstag zu unseren Öffnungszeiten möglich. Größere Gruppen bis 25 Personen nach tel. Voranmeldung in unserem gemütlichen Sandsteinkeller. 

Helga König: Werden die Weine bei professionellen Weinverkostungen gewertet und welche Erfolge sollten dabei unbedingt erwähnt werden? 

Christian Heußler: Unsere Weine werden regelmäßig im Gault Millau Weinguide und im Eichelmann positiv erwähnt. 

Peter J. König: Interessant ist immer wie der Winzer seinen eigenen Wein qualifiziert, wie charakterisiert Christian Heußler selbst seine Weine? 

Christian Heußler: Sortentypizität, Frucht, Mineralität sind für mich die wichtigsten Attribute die meine Weine auszeichnen.

Lieber Christian Heußler, wir danken Ihnen für das aufschlussreich Gespräch.

Ihre Helga König, Ihr Peter J. König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Homepage des Weinguts Christian Heußler und können den Wein dort bestellen: www.heussler-wein.de

Helga und Peter König im Gespräch mit Nana und Dr. Job von Nell, Weingut Karl Schaefer, Bad Dürkheim, Pfalz

Liebe Nana von Nell,  lieber Dr. Job von Nell, vor geraumer Zeit haben wir auf "Buch, Kultur und Lifestyle"  fünf Weißweine und einen Rosé aus Ihrem Weingut Karl Schaefer/ Bad Dürkheim vorgestellt. Deshalb auch möchten wir heute einige Fragen an Sie richten.


Helga König:  Zur Orientierung für unsere Weinfreunde, in welcher Weinbau-Gemeinde ist das VDP Weingut Karl Schäfer zu finden, zu welcher Region gehört es und welche Vorzüge für den Weinbau sind hier gegeben, bezüglich der Lagen und des Terroirs?

 Nana und Dr. Job von Nell
Foto:  Andreas Durst
 
Nana von Nell: Das Weingut Karl Schaefer liegt in Bad Dürkheim an der Mittelhaardt und damit im deutschen Weinbaugebiet Pfalz. Die Pfalz ist mit ca. 23.000 Hektar Anbaufläche Deutschlands zweitgrößtes Anbaugebiet und bekannt für ihre Weinlagen mit Weltruf. Schon im königlich-bayerischen Grundsteuergesetz von 1828 waren vor allem die Lagen zwischen Bad Dürkheim und Neustadt hoch besteuert und galten damit als die wertvollsten Lagen. 

Ihre für den Wein so wichtige Lagenqualität verdankt diese Region "Mittelhaardt – Deutsche Weinstraße" den besonderen klimatischen Verhältnissen einerseits und ihrem unterschiedlichen "Terroir" andererseits. Von der Sonne verwöhnt (rd. 2.000 Sonnenstunden jährlich) und durch das Mittelgebirge Pfälzer Wald, der unsere Region vor extremen Kaltlufteinbrüchen schützt, kommen die zum Sonnenlauf ausgerichteten Weinberge in den Genuss optimaler Anbaubedingungen. 

Das Weingut Karl Schaefer verfügt Dank der klugen Strategie seiner Vorfahren über acht ausgezeichnete Lagen, vier erste und vier große Lagen. Dazu zählen beispielsweise die auf dem Kalksteinriff gelegenen Lagen Michelsberg (VDP.GROSSE LAGE), Herrenberg (VDP.GROSSE LAGE), Weilberg (VDP.GROSSE LAGE) und Dürkheimer Spielberg (VDP.ERSTE LAGE) oder auch der Dürkheimer Fuchsmantel (VDP.ERSTE LAGE). Weinberge im berühmten Forster Pechstein (VDP.GROSSE LAGE) und im Wachenheimer Gerümpel (VDP.ERSTE LAGE) gehören ebenfalls dazu. 

Auch die Geologie der Pfalz trägt einen wesentlichen Anteil an Ihrer Entwicklung zu einem weltweit bekannten und bedeutenden Weinanbaugebiet bei. Vor rd. 50 Mio. Jahren begann der Oberrheingraben einzubrechen. Dadurch wurden die bestehenden Gesteinsformationen tektonisch umgelagert und ungleichmäßig gehoben, Teilschollen sind zerbrochen und der Bundsandstein wurde freigelegt. Auch Magma floss an die Oberfläche ("Pechsteinkopf") und prägt seitdem durch den Basalt die Böden des Forster Pechstein. 

Die unterschiedlichen Böden also, kombiniert mit dem jeweiligen Mikroklima, verleihen den Weinen jeweils andere charakteristische Aromen. Kaum eine andere Rebsorte kann die feinen Nuancen des "Terroir" so gut widerspiegeln, wie der Riesling. Er hat keinen prägnanten Eigengeschmack, und -weil er bei uns auf leichteren und damit wasserdurchlässigeren Böden wächst- muss er tief wurzeln, um an Feuchtigkeit zu kommen. Dies führt wiederum zur vermehrten Aufnahme von Mineralien. Es liegt damit auf der Hand, dass der Riesling die dominante Rebsorte bei uns ist. 

 Peter J. König
Peter J. König: Wie lange existiert das Weingut, wie viele Generationen haben bereits Wein kultiviert, was gibt es zur Historie zu berichten und wer verantwortet heute die Geschicke im Gut? 

Dr. Job von Nell: Das Weingut Karl Schaefer wurde 1843 vom Dürkheimer Kurarzt Dr. Christian Schaefer, verheiratet mit Henriette Fitz (vom Weingut Fitz-Ritter), begründet. Er hat es seinem Sohn Karl, verheiratet mit Clara Zumstein, geschenkt. Dieser baute es mit großer Leidenschaft auf und war 1908 Mitbegründer des "Vereins der Naturweinversteigerer Rheinpfalz e.V." und 1910 wiederum Mitbegründer des heutigen "Verbands Deutscher Prädikatsweingüter e.V. (VDP)". Sohn Georg fiel im Ersten Weltkrieg, so dass die Weiterführung des Weinguts dann Karls Tochter Hedwig und deren Mann Dr. Fritz Fleischmann oblag. 

Unter deren einzigem Sohn Dr. Wolf Fleischmann gelangte das Weingut mit seinen besonderen Rieslingen in den 60er, 70er und 80er Jahren zu großer Blüte. Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen waren die Folge und heute noch zeigen einige Weine der damaligen Jahrgänge ihre große Klasse. Wolf Fleischmanns Tochter Gerda Lehmeyer übernahm das Weingut Ende der 90er Jahre. Da Ihre Söhne das Weingut nicht fortführen wollten, übergab sie es 2008 Ihrer Cousine Nana von Nell, geborene Orth (die Schwester von Karl Schaefer heiratete den Tuchfabrikanten Orth aus Kaiserslautern). Sie führt das Weingut nun in 6.Familiengeneration zusammen mit ihrem Mann Dr. Job von Nell. 

 Helga König
Helga König: Wie bereits erwähnt, ist das Weingut Karl Schäfer Mitglied im VDP (Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V.), seit wann besteht diese Mitgliedschaft und was bedeutet dieses? 

Nana von Nell:  Wie bereits oben erwähnt, ist das Weingut Karl Schaefer Gründungsmitglied des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter e.V. (VDP). Für die Familie war die damalige Gründung und die langjährige Mitgliedschaft immer Verpflichtung, das Weingut auch in wirtschaftlich oder politisch schwierigen Zeiten zu erhalten und immer Spitzenweine hervorzubringen. Das ist uns gelungen! Heute, mehr als 100 Jahre später, vereint der VDP 200 Spitzenweingüter aus allen deutschen Weinanbaugebieten und wir Winzer können auf dem Ruf und der Arbeit der damaligen Generationen aufbauen. 

Gerade heute uns die Mitgliedschaft außerordentlich wichtig. Nicht nur fachlich, weil es ein Ansporn ist, sich in dieser weinenthusiastischen Gruppe von Winzerpersönlichkeiten jährlich mit einer guten Kollektion von Weinen zu behaupten. Auch persönlich, weil sich insbesondere im Regionalverband über die Jahre tiefe Freundschaften aufbauen und die Bereitschaft zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch groß ist. 

Was uns zudem im VDP alle eint ist unser Ziel, "die Wertigkeit der besten Weinbergslagen Deutschlands als Bestandteil einer einzigartigen Kulturlandschaft zu bekräftigen und Lagenbezeichnungen für prachtvolle Weine mit ausgeprägtem Bodencharakter zu reservieren". Das wiederum honorieren die Kunden. Und nur dadurch ist es uns als Weingut möglich, unsere von großen räumlichen Distanzen geprägten Lagen so differenziert zu bearbeiten und unser -im wahrsten Sinne des Wortes- "Handwerk" wirtschaftlich überhaupt rechtfertigen zu können. 

Peter J. König: Wieviel ha Rebfläche werden kultiviert, welche Rebsorten werden hauptsächlich angebaut, welche besonderen Lagen gilt es zu nennen und was zeichnet das Terroir aus, damit gerade diese Traubensorten hier besonders gut gedeihen? 

 Weingut Karl Schäfer
Dr. Job von Nell:  Das Weingut Karl Schaefer bewirtschaftet rd. 18ha Rebfläche. Viele der eingangs genannten Lagen sind Terrassenlagen. Sie wurden nie flurbereinigt und besitzen heute noch die schönen Sandsteinmauern, die unsere Kulturlandschaft über Jahrzehnte, ja eigentlich über Jahrhunderte prägten. Für den Weinbau geeignet sind sie ausnahmslos alle und das interessante ist, dass ein Riesling nicht gleich ein Riesling ist, sondern nuanciert anders schmeckt, wenn er von unterschiedlichen Böden stammt. 

Der Riesling vom Bundsandstein des Fuchsmantels erinnert an Zitrusnoten, der vom Kalksteinriff zeigt eher die opulenten Aromen reiferer gelber Früchte und die Rieslinge vom Pechstein bzw. Gerümpel bestechen durch ihre enorme Mineralität und zeigen Spuren von Salz bzw. Kräutern. 

Helga König: Auch an dieser Stelle die Frage: Auf welche Weise macht sich der Klimawandel in den letzten Jahren in den eigenen Weinbergen bemerkbar und wie wird darauf reagiert, durch mediterrane Rebsorten etwa oder durch einen veränderten Ausbau der Weine? 

Nana und Dr. Job von Nell
Foto:  Andreas Durst
Nana von Nell: Der Klimawandel spielt für uns jetzt noch keine bedeutende Rolle; besonders unsere Riesling-Weinberge an den Hanglagen bieten durch ihr Mikroklima noch Schutz vor temperaturbedingten Veränderungen. Der Riesling scheint uns ziemlich resistent. Wir müssen jedoch genau beobachten, ob die Erwärmung eine Zunahme von Pilzinfektionen oder Schädlingen mit sich bringt und wie wir darauf reagieren können. 

Peter J. König: Welche Philosophie des Weinmachens wird im VDP Weingut Karl Schäfer gepflegt und wie wird diese praktisch umgesetzt, hinsichtlich der Weinbergspflege, der Lese und der Kellerwirtschaft? 

Dr. Job von Nell: Unsere Philosophie im Weingut Karl Schaefer ist, möglichst unverfälscht sorten- und bodentypische Weine auszubauen. Diese sollen gut trinkbar und moderat im Alkohol sein. Die Weine aus den Ersten Lagen und den Großen Lagen sollen eine längere Haltbarkeit und damit Zeit zum Reifen haben. Wie machen wir das? 

Die Arbeit im Weinberg setzt DIE Voraussetzung für einen guten Wein. Hier gilt es, die Pflanze zu pflegen, zu stärken und zu schützen. Die Pflanze stärken heißt, großen Wert auf die Bodenanalyse und gute Bodenarbeit zu legen, in dem man den Boden in seiner gesunden Struktur und nährstoffreicher Vitalität erhält, denn Weinanbau ist eine Monokultur. Dies war auch die Grundlage, die zu der Entscheidung für eine ökologische Bewirtschaftung führte. 

Eine nähstoffreiche Vitalität des Bodens ist nur über Mikroorganismen zu erreichen; die es indes beim Einsatz von Insektiziden oder Pestiziden schwer haben. Die Trauben werden überwiegend vorselektiert und mit der Hand gelesen. So erhalten wir bestes Lesegut, das dann –zumindest für die großen Lagen- noch einmal im Hof nachselektiert wird. Dadurch ist es uns möglich mit Maischestandzeiten zu arbeiten, um die Dichtigkeit der Weine zu erhöhen. 

Der Ausbau im Keller ergibt sich von selbst, d.h. so wenig wie möglich greifen wir in den Gärungsprozess ein. Das ist unsere Philosphie! Ein neuer Holzfasskeller ist schon seit längerem im Aufbau. Unser unmittelbarer Nachbar, die Küferei Gies, verwendet hierfür die Eichen aus den Höhenlagen unseres familieneigenen Forstbetriebs. 

 Helga König
Helga König: Um eine Vorstellung von den Weinen des Gutes zu bekommen, wie lassen sich diese am besten beschreiben? 

Nana von Nell:  Unsere Weine kann man genießen, lagern, guten Gewissens verschenken, aber eben auch mal trinken. Sie machen nicht satt und das liegt daran, dass sie moderaten Alkohol haben, trotzdem eine Dichtigkeit zeigen und über eine animierende, angenehme Säurestruktur verfügen. Sie sind perfekte Essensbegleiter. Was das Glück des aufmerksamen Genießers vollendet ist zu erleben, wie unterschiedlich sich die einzelnen Weine aus den Lagen dann jeweils zu den unterschiedlichsten Essen präsentieren ("food-pairing"). Und auch in diesem Bereich zeigt der Riesling seine Stärken; er ist nämlich sehr adaptiv, passt zu vielen Geschmacksaromen und präsentiert sich dabei jedes Mal anders. 

 Peter J. König
Peter J. König: Unsere Leser möchten die Weine auch gerne selbst verkosten, welche Möglichkeit gibt es sie zu beziehen, durch einen Online-Shop oder per E-Mail etwa und wie lauten die entsprechenden IT- Daten? 

Dr. Job von Nell:  Wir haben einen online shop unter www.weingutschaefer.de. Auch über Facebook Weingut Karl Schaefer kann man unseren Wein beziehen. Selbstverständlich freuen wir uns auch über die telefonische Kontaktaufnahme (06322-2138), dann können wir unsere Kunden auch richtig beraten. 

Helga König: Nichts ist authentischer, als Weine dort zu probieren, wo sie gewachsen sind und erzeugt wurden, welche Möglichkeiten gibt es diesbezüglich und werden entsprechend auch interessante Veranstaltungen angeboten, bei denen die Weine genossen werden können? 

Nana von Nell: Es werden viele gute Weine produziert und die Liebe und Bindung zu einem Winzer, seinem Weingut und seinen Weinen kann in der Tat nur über ein Erleben gefestigt werden. Das ist so, weil eine Kenntnis von Philosophie und Arbeitsweise des Winzers, ein Vertrauen in das Produkt, ein Wissen über Land, Kulturlandschaft und Leute am Ende auch den Genuss, das Wohlfühlen und die Erfahrung prägen. Ein Besuch beim Winzer, in seinem Weingut, in seinem Keller und in seinen Weinbergen ist ein angenehmes Muss! Auch die VDP-Veranstaltungen bieten dazu immer einen wunderbaren Rahmen, wie z.B. "die lange Nacht der Offenen Weinkeller" am 26.11.2016 (das Weingut Karl Schaefer ist dann zu Gast im Weingut Friedrich Becker in Schweigen), die Vorstellung der VDP. ERSTE LAGEN im Mai/Juni bzw. GROSSE LAGEN im September. Unser alljährliches "Adventsglühen" (dieses Jahr am 1.12.2016 von 17-23 Uhr in unserem Weingut) mit Musik, Wein, und Weihnachtsmarkt ist inzwischen ein beliebter Treffpunkt in der hektischen Vorweihnachtszeit geworden. 

Peter J. König: Welche außergewöhnlichen Aktivitäten hat das VDP Weingut Karl Schäfer zusätzlich noch zu bieten, eine Ferienwohnung etwa, die es den Gästen erlaubt, das Gut, die Weinberge und die großartige Landschaft kennenzulernen, gleichzeitig auch noch vielfältige Ambiente-Vorschläge für exklusives Wohnen und Einrichten in den großzügigen Gutsräumen zu erleben, oder auch Weinseminare und festliche, private Veranstaltungen? 

 Nana  und Dr. Job von von Nell
 Foto:  Andreas Durst
 
Dr. Job von Nell: Wir bieten unseren Gästen die Möglichkeit, unsere Weine und uns persönlich kennen zu lernen. Kurze Weinproben vor einem geplante Weinkauf oder besprochene Weinproben (mit oder ohne Essensbegleitung) bis zu 25 Personen sind uns jederzeit willkommen. Für eine Gruppenveranstaltung organisieren wir gern auch eine Besichtigung unserer historischen Kellergewölbe oder unserer Weinberge. Der Keller ist mit modernster LED Technik ausgestattet, bunt beleuchtet und kann auch mit Musik beschallt werden. Die Weinbergsführungen konzentrieren wir auf die Terrassenlagen von Fuchsmantel mit seinem Flaggenturm oder den Michelsberg mit seiner Michaelskapelle. Weiterhin bieten wir auch Übernachtungen in unserer Gästewohnung hoch oben in unserem historischen Gutshaus an (2 Schlafzimmer, 1 Wohnzimmer mit Bettcouch, 1 Esszimmer, Küche und Bad, insgesamt 4-6 Betten). Zusätzlich können unsere Räumlichkeiten für Veranstaltungen genutzt werden. Dafür stehen unser Haus, unsere schöne Parkanlage sowie auch unser Gewölbekeller zur Verfügung. 

Ein zusätzliches Erlebnis bietet unsere Flamant Verkaufsausstellung für exklusives Wohnen. Flamant ist ein Hersteller von hochwertigen Landhausmöbeln und Wohnaccessoires. Wo kann man dieses Ambiente besser erleben als in unserem alten, denkmalgeschützten Gutshaus? Über unsere vielfältigen Aktivitäten wie Hoffeste, Ausstellungen und Lesungen unterrichten unsere Webseite & Facebook sowie ein 2-mal jährlich erscheinender Kundenbrief, den wir postalisch oder lieber noch per mail versenden. Sprechen Sie uns an oder kommen Sie doch einfach mal vorbei, dann können wir ihren Wünschen am besten gerecht werden – wir freuen uns auf Sie! 

Liebe Nana von Nell, lieber Dr. Job von Nell, wir danken Ihnen herzlich für das aufschlussreiche Gespräch

Ihre Helga König, Ihr Peter J. König                                                     

Kontaktdaten:
Weingut Karl Schaefer 
Weinstraße Süd 30 
67098 Bad Dürkheim 
Tel. +49-(0)6322-2138 
Facebook & Instagram unter: Weingut Karl Schaefer


Peter J. und Helga König im Gespräch mit Martin Haaß, Weingut Benderhof, Kallstadt, Pfalz

Lieber Martin Haaß, dieser Tage haben wir 4 Weißweine und 2 Rotweine  aus Ihrem Weingut vorgestellt. Deshalb möchten wir heute einige Fragen an Sie richten.

Hier der Link zu den Weinbesprechungen: 4 Weißweine  und 2 Rotweine aus dem Weingut Benderhof

Helga König: Damit sich unsere Leser orientieren können, zunächst dieses: In welcher Winzer-Gemeinde ist der Benderhof zu finden, wer trägt im Weingut die Verantwortung, zu welcher Wein-Region gehört der Weinort und was gibt es grundsätzlich über das Gebiet zu sagen?

Martin Haaß
Martin Haaß: Das Weingut Benderhof ist in dem schönen Winzerdorf Kallstadt im Bereich Mittelhaardt / Pfalz an der deutschen Weinstraße zu finden. Mittlerweile leite ich, Martin Haaß die Geschicke des Weingut Benderhof hauptverantwortlich und werde durch meine Eltern, Karola Bender-Haaß und Otto Haaß, sowie meine Frau Susanna tatkräftig unterstützt. Kallstadt ist durch seine Weinlage Saumagen, durch den dort vorkommenden Kalkstein, direkt geschützt vom Pfälzer Wald, prädestiniert für Weinanbau.

Peter J. König: Wie lange existiert das Weingut bereits, wieviel ha Rebfläche werden kultiviert und welche Rebsorten werden überwiegend angebaut?

Martin Haaß:  Weinbau wird in der Familie Bender bereits seit dem 17. Jahrhundert betrieben. Das heutige Weingut wurde 1961 als Aussiedlung in Betrieb genommen. Wir bewirtschaften eine Rebfläche von 10 ha. Der Schwerpunkt liegt auf dem Riesling und den Burgundersorten.

Helga König:  Welche besonderen Lagen besitzt der Benderhof und welches Terroir zeichnet diese aus?

 Martin Haaß
Martin Haaß: Das Weingut Benderhof hat Weinberge in den besten und bekanntesten Lagen rund um Kallstadt. Hierbei wären besonders die Lagen Saumagen mit ihrer Gewann Nill, die Lage Kreidkeller und Steinacker mit ihren Gewannen Hasenlauf und das Himmelreich zu erwähnen.

Wer einen Spaziergang durch den Steinacker macht, wird schnell merken, dass diese Lage ihren Namen zu recht trägt. Überall findet man schroffe Felsabhänge, welche dem Rebstock das Leben schwer macht. Aber der Wein aus dieser Lage erleichtert uns das Leben. Ein Versuch lohnt sich!

Entstehung der Lage Saumagen: Vor ca. 2,5 Millionen bis 10.000 Jahren als kiesig-lehmige Flussablagerung während der Schneeschmelzen im Pleistozän sehr viel Material von den Flüssen in den Tälern abgelagert wurde, haben diese sich bei geringerer Sedimentfracht tief in das Gelände eingeschnitten. So entstanden kiesbedeckte Terrassenflächen auf immer tiefer liegendem Niveau der Talflanken Saumagen.    

Entstehung des Kalksteins vor ca. 23 Millionen Jahren: Das Kalkalgenriff, einst in einem tropischen Meer, ist durch intensive Verwitterung unter (sub)tropischen Klimabedingungen des jüngeren Tertiärs zu Rotlehm verwittert. Die intensive Rotfärbung entstand durch die Umwandlung ursprünglich brauner Eisenoxide in roten Hämatit.

Lage Kreidkeller: gelber Sandstein (Buntsandstein), Entstehung vor ca. 250 bis 235 Millionen Jahren aus Flussablagerungen in einem semiariden Klima. Die ursprünglich rote Färbung des Sandsteins entstand unter wüstenartigen Bedingungen in einem wechselfeuchten, subtropischen Klima. Erst später erzeugten an den Bruchzonen des Oberrheingrabens aufsteigende Thermalwässer die gelblich gebleichte Färbung.

Peter J. König:  Welche Philosophie des Weinmachens prägt die Erzeugung der Weine und wie wirkt sich dieses auf die Weinberge, die Lese und die Kellerwirtschaft aus?

Martin Haaß: Wir wollen authentische, handwerkliche Weine erzeugen. Dies gelingt uns durch einen natürlichen Anbau und Ausbau. Für uns bedeutet dieses, Handlese, längere Maischestandzeit, Hefelager, Holzfassausbau und eine möglichst späte Füllung. 

Helga König: Spielt die Klimaveränderung Vorort eine Rolle und wie reagiert man im Benderhof darauf, etwa durch eine frühere Lese, zusätzliche Bewässerung oder auch durch mediterrane Rebsorten? 

Martin Haaß:  Wir kultivieren nach wie vor traditionelle Rebsorten wie Riesling und Spätburgunder. Durch die heißen Sommer können wir die Trauben gesund in einem vollreifen Zustand geerntet werden. Unsere gut gepflegten, alten Weinberge überstehen auch Trockenperioden sehr gut, da die Wurzeln tief reichen und sie so noch an Wasser kommen.

Peter J. König: Welche Möglichkeit gibt es für unsere Leser die Weine vom Benderhof zu beziehen, etwa durch einen Online-Shop, per E-Mail, telefonisch per Versand oder durch Online-Handel? 

 Martin Haaß
Martin Haaß:  Von Montag bis Samstag kann man in unserer Weinprobierstube unsere Weine direkt verkosten und erstehen. Bestellungen kann man natürlich sowohl übers Internet per Mail als auch telefonisch tätigen. In großen, internationalen Online Shops wie Vicampo oder Wir Winzer kann man eine Auswahl unseres Sortiments beziehen. 

Peter J. König:  Besteht die Chance die Weine im Gut direkt zu probieren, um sie dann gleich zu erstehen, und wenn ja, wie lässt sich dieses arrangieren? 

Martin Haaß:  In unserer Weinprobierstube kann von Montag bis Samstag von 9:0 Uhr bis 18:00 Uhr ausgiebig probiert und eingekauft werden. Gerne können Sie hierzu einen Termin mit uns telefonisch vereinbaren. 

Helga König: Sehr authentisch ist es, die Weine bei einem Hoffest oder einer ähnlichen Veranstaltung zu verkosten, bietet sich diesbezüglich die Möglichkeit? 

Martin Haaß:  Wir sind im Frühjahr sowohl auf der Weinmesse in Berlin als auch in Bremen vertreten. Zudem machen wir als Weingut bei dem "Kallstadter Tag der offenen Keller" mit. Wir sind auch auf verschiedensten Weinfesten in Deutschland unterwegs und präsentieren dort unsere Weine. So sind wir z.B. seit Jahren in Oberhausen, Bremen und auch Braunschweig auf dem Weinfest vertreten -immer persönlich vor Ort-. 

Peter J. König:  Werden die Weine vom Weingut Benderhof auch bei professionellen Verkostungen vorgestellt und gibt es etwas über entsprechende Prämierungen zu berichten? 

Martin Haaß:  Wir stellen seit Jahren erfolgreich unsere Weine im Gault Millau und auch im Eichelmann vor. Gault Millau 2016: "Mit ihren in diesem Jahr vorgestellten Weinen hat uns Familie Haaß jedenfalls absolut überzeugt. Die qualitativen Sprünge beim Spätburgunder sind nachvollziehbar. Die Weißweine sind alle satt in der Farbe und wunderbar aromatisch. "Eichelmann 2016: "Wir sind im Frühjahr immer auf der Berliner Weinmesse dabei und haben dort auch schon mehrmals die "Berliner Vine Trophy" in Gold erhalten (unter anderem für unsere Scheurebe TBA "Samuel" 2011). Ganz aktuell beim internationelen Wettbewerb "best of Riesling 2016" wurde der 2014er Kallstadt Saumagen "Nill S" mit 90 Punkten, der 2008er Herxheim Himmelreich Riesling "S" mit 89 Punkten, sowie der 2015er Riesling "Kalkmergel" und der 2014er Kallstadt Kreidkeller Riesling trocken mit jeweils 88 Punkten bewertet und zählen somit zu den besten Rieslingen der Welt. 

Helga König:  Damit die Leser sich ein Bild über die Weine machen können, wie charakterisiert die Familie Bender-Haaß selbst ihre Weine? 

  Martin Haaß
Martin Haaß:  Wir erzeugen lebendige, ehrliche Weine! Jedes Jahr ist unterschiedlich, hat seine Höhen und Tiefen, und dass schmeckt man auch in unseren Weinen. Wir wollen keinen Mainstream-Wein, der Tag ein Tag aus, Jahr für Jahr gleich schmeckt. Unsere Weine dürfen und sollen Ecken und Kanten haben, damit sie einen jedes mal aufs Neue überraschen.

Lieber Martin Haaß, wir danken Ihnen für das erhellende Interview

Ihre Helga König, Ihr Peter J. König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut und können den Wein dort bestellen: www.weingut-benderhof.de

Helga und Peter J. König im Gespräch mit Christine Bernhard, Weingut Janson Bernhard, Harxheim -Zellertal, Pfalz

Liebe Christine Bernhard, dieser Tage haben wir 8 Weißweine, 1 Rosé und einen Rotwein aus Ihrem Weingut Janson Bernhard  auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt. Deshalb möchten wir nun einige  Fragen an Sie richten.


Helga König: Damit unsere Leser wissen, wo das Weingut Janson Bernhard zu finden ist zunächst die Frage: Wo ist das Gut beheimatet, zu welcher Wein-Region gehört es und wie lange existiert es bereits?

Christin Bernhard
Christine Bernhard: Das Weingut Janson Bernhard liegt im Zellertal in der Region zwischen Worms und dem Donnersberg am nördlichsten Ende der Pfalz im bezaubernden Winzerort Harxheim zu Füßen des idyllischen Dorfes Zell. Das Gut besteht seit 1739.

Peter J. König: Wer verantwortet das Weingut Janson Bernhard heute, was gibt es über die Familie zu berichten und wie viel ha Rebfläche werden kultiviert? 

Christine Bernhard: Heute bin ich allein verantwortlich für das Weingut und die Herstellung der Weine. Mir zur Seite steht der Winzer Bernd Pflüger, der mich beim Kreieren der Weine tatkräftigst unterstützt. Des Weiteren ist meine Schwester Alice Bernhard, sie ist Architektin,  mit von der Partie. Sie legt großen Wert auf die behutsame Erneuerung des denkmalgeschützten Gutsgebäudes und auf ökologische Verbesserungen. Mein Vorfahre Abraham Janson hatte sich 1739 in Harxheim niedergelassen, nachdem er in Holland wegen seiner Religion, er war Mennonit, verfolgt wurde. Abraham Janson etablierte die erste von vielen Generationen von Weinbauern und Landwirten. 1918 heiratete Hans Bernhard, er war ebenfalls Bauer und Winzer in das Weingut Janson ein. Seitdem ist das Gut unter dem Namen Janson Bernhard bekannt. Die Rebfläche beträgt insgesamt 10 ha. 

 Helga König
Helga König: Welches Terroir ist vorhanden und was ist zu den besonderen Lagen zu sagen? 

Christine Bernhard: Die Bodenbeschaffenheit besteht aus Kalk-Mergel mit extrem hohem Kalkanteil. Unsere bekanntesten Lagen sind "Zeller Schwarzer Herrgott" und "Taubrunnen". Diese Lagen zeichnen sich durch eine direkte Südausrichtung aus, während sie nach Westen vom Donnersberg gegen kalte Winde und Regen geschützt werden und so ein besonders warmes Mikroklima entsteht, dass den Weinen eine ganz typische Terroirprägung gibt. 

 Peter J. König
Peter J. König: Welche Philosophie bestimmt das Weinmachen und wie wirkt sich diese auf die Weinberge, die Lese und die Kellerwirtschaft aus? 

Christine Bernhard: Unsere Philosophie wird unter dem Begriff "ökologische Weinkultur" zusammengefasst. Dabei ist unser Leitgedanke diese ökologische Weinkultur erlebbar, schmeckbar und begreifbar zu machen. Dies gilt sowohl für unser Weingut als auch für die Weinberge, in denen die Weine gewachsen sind. Der Kulturbegriff beginnt schon mit dem Umgang der "Kultivierung" der uns anvertrauten Böden, geht über die handwerkliche und ökologische Pflege im Weinberg und Keller weiter zur regionalen Ess- und Trinkkultur, hin zur Festtags- und Feierkultur bis zu klassischen Kunst und Kulturangeboten. 

 Bauerngarten
Helga König: Welche Rebsorten werden kultiviert und in welchem Zusammenhang stehen diese mit der Bodenbeschaffenheit der Weinberge? 

Christine Bernhard: Wir kultivieren überwiegend Weißwein und zwar zu 85%, entsprechend also 15% Rotweine. Von den Weißen sind 40% Riesling, 40% Burgundersorten, der Rest entfällt auf Gewürztraminer und Silvaner. Bei den Rotweinen sind es Spätburgunder und PIWI-Innovationen (pilzresistente Neuzüchtungen), die wir anbauen. Durch die Tonmergelböden entstehen charaktervolle, authentische Weine, die unverwechselbar sind. 

Peter. J.  König: Auch hier die Frage: Wie wirkt sich die Klimaveränderung in der Region aus, und wie wird darauf im Weingut Janson Bernhard reagiert? 

Team
Christine Bernhard: Grundsätzlich hat der Klimawandel einen früheren Wachstumsbeginn der Rebpflanzen zur Folge. Speziell bei den Rieslingen zeigt sich der Klimawandel positiv, können diese doch jetzt noch besser ausreifen, was zu einer stabilen Säure führt und dem Wein markante Noten verleiht, mit einer bemerkenswerten Struktur und langer Haltbarkeit. 

Helga König: Interessant ist auch immer, wie unsere Leser die Weine vom Gut beziehen können, gibt es einen Online-Shop oder die Möglichkeit per E-Mail zu bestellen? 

 Gewölbe
Christine Bernhard: Wer die Weine vom Weingut Janson Bernhard beziehen möchte, hat die Möglichkeit, dies über das Internet zu realisieren. Wir betreiben sowohl einen Online-Shop, doch es gibt auch die Möglichkeit die Weine über E- Mail (info@ weingutjansonbernhard.de) zu bestellen. 

Peter J. König: Nichts ist authentischer, als die Weine dort zu probieren, wo sie gewachsen sind, gibt es dazu entsprechende Möglichkeiten, etwa eine Probierstube oder ein Hoffest, vielleicht auch noch weitere Veranstaltungen im Gut? 

 Im Hof des Weinguts Janson Bernhard
Christine Bernhard: Unsere Weine können in unserer Probierstube verkostet werden, nach telefonischer Vereinbarung. Die Telefonnummer und die Öffnungszeiten sind auf unserer Homepage abrufbar. Des Weiteren gibt es eine große Anzahl von kulturellen Veranstaltungen, bei denen man unsere Weine ebenfalls verkosten kann. Alle Informationen dazu sind ebenfalls auf unserer Homepage zu finden. 

Helga König: Neugierig sind unsere Leser auch immer auf die Prämierungen und Auszeichnungen des vorgestellten Weingutes und des Weines, was gibt es darüber zu berichten? 

 Christine Bernhard
Christine Bernhard: Auch 2016 sowie im Jahre 2015 sind wir wieder in den renommierten Weinführern Eichelmann und Gault Millau vertreten. Neu ist die Tatsache, dass wir mit allen unseren vier Weinen in der Endrunde "Best of Riesling" vertreten sind und mit einem Weißburgunder in der Kategorie "Best of Bio" mitmischen. 

Peter J.  König: Was sagt Christine Bernhard, Inhaberin und Winzerin des Weingutes Janson Bernhard selbst über ihre Weine und ihr Engagement für den Öko-Weinbau?

 Weingut
Christine Bernhard: Mir liegt ganz besonders ökologischer und biodynamischer Weinanbau am Herzen. Ich wünsche mir, dass zukünftig noch viel mehr Weingüter diesen Weg entdecken. Unterstreichen möchte ich, dass mit der ökologischen Anbauweise die Qualität wächst. 

Es geht für mich in erster Linie darum, dass jeder unserer Weine eine Heimat hat, also authentisch ist, dass eine innere Harmonie erkennbar und der Wein mit seiner Reife und Qualität besticht.

Liebe Christine Bernhard, wir danken Ihnen sehr für das aufschlussreiche Interview.

Ihre Helga König, Ihr  Peter J. König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie auf die Homepage des Weinguts Janson Bernhard und können dort den Wein bestellen: www.jansonbernhard.de 

Helga und Peter J. König im Gespräch mit Sabine Mosbacher-Düringer, Weingut Georg Mosbacher, Forst, Pfalz

Liebe Sabine Mosbacher-Düringer, gestern haben wir sechs Ihrer Weißweine auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt. Deshalb möchten wir heute einige Fragen an Sie richten. 

Hier der Link zu den Weinbesprechungen: Sechs Weißweine vom Weingut Georg Mosbacher 

Helga König: Damit unsere Leser sich eine Vorstellung über das Weingut Georg Mosbacher machen können, hier zunächst zur Information: In welchem Wein-Ort ist das Gut beheimatet, zu welcher Wein-Region gehört die Winzer-Gemeinde und welche Besonderheiten zeichnet das Weinanbau-Gebiet aus? 

 Sabine Mosbacher-Düringer
Sabine Mosbacher-Düringer: Unser Weingut liegt in Forst an der Weinstrasse, im Bereich "Mittelhaardt" des Anbaugebiets Pfalz. Zusammen mit den Nachbargemeinden Deidesheim und Wachenheim zählt Forst zum "Herzen der Mittelhaardt". Hier finden sich gleich etliche der TOP-Rieslinglagen der Pfalz, wie z.B. die Lagen Forster Pechstein und Forster Ungeheuer. 

Peter J. König:   Wie lange existiert das Weingut Mosbacher bereits, wieviel Hektar Rebfläche werden bewirtschaftet und was gibt es über das spezielle Terroir vor Ort zu sagen? 

Sabine Mosbacher-Düringer: Das Weingut wurde von meinem Großvater in den 1920iger Jahren gegründet und bewirtschaftet heute 20 Hektar Rebfläche. Forst liegt nach Westen hin sehr geschützt am Fuße des Haardtgebirges. Neben dem überall in der Pfalz vorkommenden Buntsandstein, den man in den meisten unserer Weinberge findet, verfügen wir über Lagen mit Kalkstein (Musenhang, Altenburg) und den für Forst so bekannten "Basalt". Das Vorkommen des vulkanischen Gesteins Basalt hat auch der Lage "Forster Pechstein" seinen Namen gegeben. 

 Helga König
Helga König: Welche Rebsorten werden kultiviert und weshalb gerade diese? 

Sabine Mosbacher-Düringer: Im "Riesling-Mekka" der Pfalz beheimatet, bauen wir zu 80 % die Rebsorte Riesling an. Die Bedingungen dafür sind hervorragend, aufgrund der geschützten Situation und dem hohen Gesteinsanteil der Böden. Riesling gedeiht auf kargen, steinigen Böden hervorragend und erreicht hier besondere Feinheit und Eleganz. Daneben bauen wir die Burgunderrebsorten und Sauvgnon Blanc an. Bezüglich Sauvignon Blanc zählen wir zu den ersten die diese Sorte hier in der Pfalz angebaut haben, noch bevor sie 2001 für die Pfalz klassifiziert wurde. 

Peter J. König: Welche besonderen Lagen sind erwähnenswert und wie sind diese klassifiziert?

Sabine Mosbacher-Düringer: Wir verfügen mit den Lagen Forster Ungeheuer, Pechstein, Jesuitengarten, Freundstück und Deidesheimer Kieselberg gleich über fünf Lagen, die der VDP Pfalz als "VDP.GROSSE LAGE" definiert. Desweiteren haben wir eine ganze Anzahl von Lagen die als VDP.ERSTE LAGE klassifiziert sind, wie z.B. Forster Musenhang oder Deidesheimer Mäushöhle. Aus der Tradition des hohen Riesling-Anteils heraus hat man 1971 viele kleine Einzellagen erhalten und pflegt bis heute den getrennten Ausbau der verschiedenene Lagen, die dem Riesling ganz unterschiedliche Facetten geben. 

Helga König: Wer ist für das familiengeführte Weingut verantwortlich, wer ist zuständig für den Ausbau der Weine und wie bringt sich die frühere Generation noch beratend beim "Weinmachen" ein? 

 Sabine Mosbacher-Düringer
Sabine Mosbacher-Düringer: Das Weingut wird heute von meinem Mann Jürgen Düringer und mir geführt. Wir haben beide in Geisenheim studiert und sind nun seit über 20 Jahren hier im Weingut. Die aktive Arbeit des Weinausbaus im Keller ist Aufgabe meines Mannes, jedoch werden Entscheidungen, was wie gemacht wird, gemeinsam getroffen. Während der Weinlese bin ich federführend mit der Lesemannschaft draußen. Mein Vater, der Senior des Betriebs ist gerne noch bei Verkostungen mit dabei und bringt sich auch noch bei der Privatkundenbetreuung mit ein.

 Peter J. König
Peter J. König:  Heute spricht man ja gerne von der Philosophie eines Weingutes, wenn es darum geht, die grundsätzliche Einstellung rund um die Herstellung des gutseigenen Weines zu definieren, was gibt es da zu berichten? 

Sabine Mosbacher-Düringer: Wir haben das Glück,  in den besten Lagen der Pfalz Reben anbauen zu dürfen. Das besondere Terroir - die Böden, die Hanglagen, das Klima zwischen Haardtrand und Rheinebene - macht es uns erst möglich, Spitzenweine zu produzieren. Wir können da nur unterstützen, aber das tun wir mit Engagement und Leidenschaft. Zwischenzeitlich hat dies zum Entschluß zur Umstellung auf biologisch organische Wirtschaftsweise geführt, weil dies unsere Weinberge nachhaltig schont, für zukünftige Generationen sichert und noch deutlicher die Eigenheiten der Lagen zum Ausdruck bringt.

Helga König: Als VDP-Weingut gilt es höchste Standards zu beachten, welche sind dies, und wie wirken sich diese auf die Weine aus, und was gibt es besonderes über die Weine zu sagen? 

Sabine Mosbacher-Düringer: Der VDP blickt auf eine über 100 Jahre Geschichte zurück und bekennt sich zur Zielsetzung die renommiertesten Weingüter des Landes zu vereinen. Der Begriff "Standards" ist hier nicht passend; wir VDP Winzer sehen uns als Individualisten, die eben gerade keine einheitlichen und uniforme Weine erzeugen. Wir haben uns an Qualitätsmaßstäbe zu halten, die sich die Mitglieder selbst auferlegt haben. Dazu zählt z.B. die maximale Erntemenge von 75 hl/ha im Betriebsschnitt und der Anbau eines hohen Anteils klassischer Rebsorten. Ganz wichtig ist uns aber im Besonderen, die Tradition unserer Weinbergslagen zu pflegen. Wir wissen um den Wert unserer Terroirs, die jedem unserer Weine eine unverwechselbare Note geben. Dies führte zur Schaffung einer Klassifikation der Weinbergslagen, mit der Maxime "je enger die Herkunft, desto höher die Qualität". Wir bieten heute unsere Weine in Kategorien Gutswein, Ortswein, VDP.ERSTE LAGE und VDP.GROSSE LAGE an. 

Peter J. König: Sehr interessiert sind die Leser, wie sie die besprochenen Weine beziehen können, welche unterschiedlichen Möglichkeiten werden seitens des Weinguts Georg Mosbacher angeboten und darüber hinaus, wo findet man die Weine im Handel? 

 Sabine Mosbacher-Düringer
Sabine Mosbacher-Düringer: Sehr gerne heißen wir Kunden hier im Weingut zur Verkostung und zum Einkauf willkommen. Eine Preisliste mit Versandbedingungen kann über die Webseite angefordert werden. Online kann man unsere Weine nur über unsere Online-Handelspartner beziehen. Desweiteren haben wir in verschiedenen Standorten in Deutschland Fachhändler die unsere Weine vertreiben, auf unserer Webseite findet sich unter "Bezugsquellen" eine nach PLZ geordnete Liste. 

Helga König:  Ebenso wissenswert ist es etwas über die Prämierungen zu erfahren, welche sind hier zu nennen? 

Sabine Mosbacher-Düringer: Unser Weingut wird von den Weinführern hoch gelobt, bei Eichelmann werden wir mit 4,5 Sternen, bei GaultMillau mit 3,5 Trauben und bei Weinplus-Onlineweinführer mit W++ bewertet. An staatlichen oder privaten Wettbewerben nehmen wir nicht teil. 

Peter J. König: Nichts ist authentischer als den Wein dort zu verkosten wo er gewachsen ist, gibt es diesbezüglich die Chance einer Weinprobe oder aber auch von Veranstaltungen im Weingut vielleicht und bei sonstigen Festen?

 Sabine Mosbacher-Düringer
Sabine Mosbacher-Düringer: Weinfreunde sind hier im Weingut während der Öffnungszeiten immer herzlich willkommen. Nach Vereinbarung bieten wir auch für Gruppen mit maximal 15 Personen Weinproben an. Gerne gehen wir dann die wenigen Schritte zu den direkt angrenzenden Weinbergen um über die Lagen und den aktuellen Vegetationsstand zu berichten, bevor es ans Probieren geht. Einmal im Jahr, an einem Samstag/Sonntag im Mai oder Juni veranstalten wir "Weinprobiertage". Das komplette Weingut inklusive Weinkeller und Garten steht offen, alle Weine können unkompliziert verkostet werden und man kann einige nette Stunden hier verbringen. Der Termin dafür ist auf der Webseite zu finden.

Liebe Sabine Mosbacher- Düringer, besten Dank für das aufschlussreiche Interview.

Ihre Helga König, Ihr Peter J. König



Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Weingut Georg Mosbacher und können den Wein dort bestellen: www.georg-mosbacher.de

Peter J. und Helga König im Gespräch mit Dorothee und Karoline Gaul, Weingut Karl-Heinz Gaul, Grünstadt-Sausenheim, Pfalz

Liebe Dorothee Gaul, liebe Karoline Gaul, dieser Tage haben wir auf "Buch, Kultur und Lifestyle" sechs Ihrer Weine vorgestellt. Heute nun möchten wir einige Fragen an Sie richten.


Helga König: Damit unsere überregionalen Leser einen ersten Eindruck vom Weingut Gaul in Grünstadt-Sausenheim haben, zunächst die Frage: Wo genau ist das Gut zu finden und in welcher Weinbauregion liegt das?

 Dorothee (l.) und Karoline (r) Gaul
Winzerinnen 
Dorothee Gaul: Wir sind in der wunderschönen Pfalz zu Hause und zwar im Norden der Pfalz. Unser Weingut liegt in Sausenheim, einem Ortsteil von Grünstadt. 1993 haben wir dort als Aussiedlung inmitten der Weinberge angefangen. Seit diesem Sommer können unsere Weine im neuen Kubus inmitten der Reben probiert werden. 

Peter J. König: Wodurch zeichnet sich die Region aus, bezüglich der Bodenbeschaffenheit, des Klimas aber auch der Tradition der Rebsorten?

Karoline Gaul: Leider war der Norden der Pfalz lange Zeit unterschätzt. In einigen Weinführern begann die Deutsche Weinstraße erst in Kallstadt. Das ist zum Glück heute nicht mehr so und auch wir tragen unseren Teil dazu bei, dass unsere Region mehr Beachtung findet. Auf spannenden vor allem von tertiärem Kalkstein geprägte Böden wachsen Trauben aus denen filigrane und von feiner Frucht geprägte Weine entstehen. Früher waren in unserem Ort Sorten wie Müller-Thurgau und Silvaner aber auch Dornfelder oder Schwarzriesling hoch im Kurs. Mittlerweile wird meist Riesling angebaut. Wir liegen etwas höher (160m über NN) als andere Mittelhaardter Weinbauorte, so dass wir mit der Vegetation vergleichsweise eine Woche später sind. 

Helga König: Wer ist für die Erzeugung der Weine verantwortlich und wie muss man sich die Arbeitsteilung im Gut vorstellen?

 Dorothee (l.) und Karoline (r) Gaul
Winzerinnen 
Dorothee Gaul: Dorothee Gaul ist für die Arbeit im Keller verantwortlich. Karoline kümmert sich um den Verkauf, ist auf Präsentationen und Verkostungen unterwegs. Mutter Rosemarie ist Ansprechpartner für unsere Kunden und kümmert sich um die Buchhaltung und das leibliche Wohl unseres Teams. Es gibt einen festen Mitarbeiter (Sebastian Seid),  der im Weinberg für die Maschinenarbeiten zuständig ist. Handarbeiten im Weinberg sind uns sehr wichtig und soweit es geht sind wir draußen mit dabei. Wir bilden jährlich einen Azubi/ Azubine aus. In Hochzeiten werden wir von weiteren Aushilfskräften unterstützt. 

Peter J. König: Wie groß ist die Rebfläche vom Weingut Gaul und auf welche Rebsorten hat man sich spezialisiert?

Karoline Gaul: Wir bewirtschaften mittlerweile 19 ha Rebfläche. Ein Drittel der Weinberge ist mit der wichtigsten Sorte des Betriebes: Dem Riesling bepflanzt. Ein weiteres Drittel stellen Burgundersorten wie Weiß-Grau und Spätburgunder. Bei den roten Sorten ist neben dem Spätburgunder der St. Laurent wichtig. Zuletzt wurden Sorten wie Muskateller gepflanzt. 

Helga König: Was gibt es über die Generationenfolge im Gut zu sagen und welche Ausbildung wurde von der jungen Generation erworben, die heute die Verantwortung für die Weine trägt?

Dorothee Gaul:  Beide Schwesten haben nach dem Abitur eine zweijährige Ausbildung zu Winzerin in renommierten Betrieben der Pfalz absolviert und anschließend in Geisenheim Weinbau und Oenologie studiert. Arbeitserfahung sammelten wir während unseres Studiums auch im Ausland: Österreich, Südtirol und Neuseeland. 

Peter J. König: Über welche besonderen Lagen verfügt das Weingut und was zeichnet diese jeweils aus?

 Dorothee (l.) und Karoline (r) Gaul
Winzerinnen 
Caroline Gaul: Unsere wichtigsten Lagen sind Sausenheimer Honigsack, Sausenheimer Hütt und Neuleininger Schloßberg. Der Riesling aus der Lage Hütt steht auf mit Kalkstein durchzogenem Löss-Lehm Boden auf tertiärem Kalkstein und der Lagenriesling aus dem Honigsack steht in einem leicht erwärmbaren, sandigen Boden auf Kalkstein, was in unserer Gegen ebenfalls eine Besonderheit ist. In der Lage Schloßberg sind vor allem kalkhaltige Terrassenkiesen vozufinden. 

Helga König: Wie sind die Weine nach der gutseigenen Unterteilung qualifiziert?

Dorothee Gaul: Wir unterteilen unsere Weine in vier Kategorien. Die Etiketten unterscheiden sich farblich voneinander. Gutsweine (grünes Etikett): sind die Basislinie. Saftig, fruchtbetont. Der Charakter der Rebsorte steht im Vordergrund. Ortsweine (graues Etikett) Die Trauben wachsen in den besten Sausenheimer, Neuleininger und Asselheimer Lagen. Aussdrucksstark zeigen die Weine auf welchen Böden sie stehen. Lagenwein(bronzenes Etikett).  Die Weine aus unseren spannendsten Lagen spiegeln deutlich ihre Herkunft wieder.Den eigenständigen Charakter der Lage Jahr für Jahr ins Glas zu bringen-das bedeutet für uns Handarbeit, Beobachtungsgabe und viel weibliches Fingerspitzengefühl Zugpferd (goldenes Etikett).  Diese Weine sind unser ganzer Stolz. Die Trauben stammen aus den besten Parzellen, werden sorgfältig von Hand geerntet und behutsam ausgebaut. Sie bilden die goldene Spitze unseres Sortiments. 

Peter J. König: Gerne möchten die Leser wissen, wie sie die Weine vom Weingut Gaul erwerben können, gibt es. z. B. einen direkten Gutsverkauf, oder einen online-Shop oder eine andere Möglichkeit Weine zu bestellen?

 Dorothee (l.) und Karoline (r) Gaul
Winzerinnen 
Karoline Gaul: Wir haben von Mo-Fr 8.00-12.00 Uhr und 13.00-18 Uhr geöffnet. Samstags kann man unsere Weine von 9.00-16.00 Uhr direkt bei uns auf dem Weingut verkosten. Wir haben auch Deutschlandweit einige Händler, gerne nennen wir Ihnen unsere Partner in Ihrer Stadt. Auch in Kalifornien und Taipeh kann man unsere Weine kaufen.

Helga König: Auf welchen Veranstaltungen werden die Weine aus dem Weingut Gaul präsentiert, regional aber auch überregional und gibt es vielleicht auch Prämierungen, die es zu erwähnen gilt?

Dorothee Gaul: Wir sind auf der Pro Wein aber auch auf kleineren Messen zu finden. Aktuelle Termine finden Sie auch auf unserer Homepage: www.weingut-gaul.de

Peter J. König:  Am besten lernt man die Weine eines Gutes kennen, wenn man sie Vorort bei einem Hoffest verkosten kann, dort wo sie entstanden sind. Gibt es derlei Möglichkeiten und wenn ja, wie sieht es mit den Terminen aus?

Karoline Gaul: Meist gibt es einmal im Jahr ein größeres Hoffest, was im Juli oder August stattfindet. Nähere Infos dazu finden Sie auch immer auf unserer Homepage.

Liebe Dorothee Gaul, liebe Karoline Gaul, wir danken Ihnen für das aufschlussreiche Interview

Ihre Helga König, Ihr Peter J. König




Bitte klicken Sei auf den Link, dann gelangen Sie Zum Weingut Karl-Heinz Gaul und können dort die Weine bestellen. www.weingut-gaul.de