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Peter Jakob König und Helga König im Gespräch mit Jacob Duijn

Lieber Herr Duijn, dieser Tage haben wir auf  "Buch, Kultur und Lifestyle"  zwei Ihrer wunderbaren Rotweine vorgestellt. Heute möchten wir  einige Fragen zu Ihrer Person, Ihrem Weingut und Ihren Weinen an  Sie richten.


Helga König: Damit unsere Leser Sie etwas besser kennen lernen, möchten wir Sie fragen, wie Sie mit Wein in Berührung gekommen sind, um schließlich engagierter Winzer von Pinot Noir - Weinen zu werden?

Jacob Duijn: „Pinot Noir ist mein Leben“. Ich lebe diese Passion seit mehr als 30 Jahre. Früher war ich unter anderem Sommelier bei Eckard Witzigmann und auf der „Bühlerhöhe“ bei Baden-Baden. Später war ich im Weinhandel tätig und hatte das große Glück viele Weingüter weltweit zu besuchen. Winzer wurde ich im Jahr 1995, dies sollte eigentlich nur als Hobby sein. Ich begann mit 13 Ar. 

Peter J. König:   Beschränkt sich Ihr Engagement ausschließlich auf die Pinot Noir- Traube oder gibt es auch andere Rebsorten, um die sie sich kümmern?

Jacob Duijn: Pinot Noir ist meine Leidenschaft – egal was man im Leben tut, man sollte immer mit dem ganzen Herzen dabei sein. Deshalb konzentriere ich mich ausschließlich auf Pinot Noir.

Helga König: Weshalb hat es Sie zum Weinmachen gerade ins Bühlertal verschlagen? 

Jacob Duijn: Damals zog ich nach Bühlertal, weil ich auf der „Bühlerhöhe“ tätig war. Dann kam die Liebe dazu. Und die Gegend hier hat so Vieles zu bieten, kulinarisch sind wir im Schlaraffenland! 

Peter J. König: Können Sie bitte die Lage Ihrer Weinberge, speziell im Hinblick auf das Terroir beschreiben? 

Jacob Duijn:  Pinot Noir – Jannin - Altschweier Sternenberg. Rötlicher Granit, welcher besonders gut nachts die Wärmespeicher des Tages wiedergibt, prägen diese Lage. Die Rebstöcke sind ca. 28 Jahre alt. Der Ertrag liegt bei ca. 35 hl/ha. Die Weine werden ohne Stiel und Stengel zu 80% in Edelstahltanks und zu 20% in großen, 3000L Holzbottichen vergoren. Danach lagern sie in 225L Barrique-Fässern, ca. 18 Monate lang. Pinot Noir „SD“ - Lage - Bühltäler
Engelsfelsen Hell, bröseliger Verwitterungsgranit mit optimalem Wasserablauf und zugleich Wärmespeicher für die Tag-Nacht-Temperatur-Schwankungen finden wir in dieser Lage wieder. Der Bühlertäler Engelsfelsen ist durch seinen 40 Jahre alten Rebbestand die Toplage von Jacob Duijn. Die Reberziehung ist hier auf Kordonschnitt umgestellt. Hier ist keine Maschinearbeit möglich (bis zu 75% Steigung). Der Ertrag liegt bei ca. 25 hl/ha. Das Lesegut wird von Hand entrappt. Die Weine werden dann 20% mit Stiel in großen, 3000 Holzbottichen vergoren. Danach folgt eine sorgfältige Lagerung in 225L Barrique-Fässern, ca. 24 Monate lang. 

Helga König: Wie begründet sich Ihr Entschluss, so konsequent die biologische Anbauweise zu verfolgen? 

Jacob Duijn: Biodynamie ist eine Einstellung und nichts Neues. Unsere Vorfahren haben schon vor langer Zeit mit der Natur gearbeitet. Wir sehen auch eine Chance darin, um unsere Qualität noch zu verbessern. Ich bin schon immer ein Visionär gewesen. Ich möchte zeigen, dass es geht! Und wir müssen uns  alle Gedanken über die Zukunft machen!

Peter J. König:  Haben Sie neben dem Weinmachen noch andere Aktivitäten, z. B. Weinvertrieb von nicht eigenen Weinen? 

Jacob Duijn: Wie gesagt „Pinot Noir ist mein Leben. Und Burgund meine große Leidenschaft!“ Seit Dezember 2012 betreiben wir auch eine Vinothek mit int. Weine und Spirituosen. Dazu bieten wir noch Geschenke und Delikatessen an. Wir sind Genussmenschen! Durch mein Netzwerk kann ich vielen Kunde eine große Freude bereiten in dem ich Ihnen Vieles auf Anfrage besorgen kann. 

Helga König: Wie kommen Sie als Niederländer mit der badischen Mentalität zu Recht? 

Jacob Duijn: Durch die Gastronomie sind meine Frau und ich in vielen Regionen unterwegs gewesen. In Baden fühlen wir uns sehr wohl! 


Peter J. König: Inwiefern ist Ihre Ehefrau Ihnen bei Ihren Aktivitäten behilflich und welche Rolle spielt sie im Weingut? 

Jacob Duijn: Sie halt mir den Rücken frei. Somit kann ich mich auf den Weinberg voll konzentrieren. Sie führt das ET CETERA und kümmert sich um unsere Kunden. Sie ist die gute Seele des Hauses.

Helga König: Ist der Vertrieb Ihrer Weine überwiegend regional oder kann man ihn neben den Niederlanden auch in anderen europäischen oder außereuropäischen Ländern genießen?

Jacob Duijn: Unsere Weine sind auf Weinkarten in viele Länder dieser Welt vertreten: Deutschland, Niederlande, Schweiz, Österreich, Belgien, Frankreich, Spanien, Norwegen, Schweden, USA, Dubai, China, Japan, Korea um ein paar zu nennen. Aber auch hier in der Gegend haben wir unsere Fans. 


Peter J. König: Wie sieht es mit Veranstaltungen in und um Ihr Weingut aus? 

Jacob Duijin: 19. & 20. Oktober 2013 ist Tag der offenen Tür bei Duijn. Ansonsten besuchen uns Weinkenner aus der ganzen Welt. Wir bieten Weinprobe an, mit oder ohne „Tischlein deck dich“. Weinbergwanderungen sind auch möglich. Wir stellen uns gerne auf unsere Gäste ein. Es gibt einige Möglichkeiten im neuen Keller. Dann bieten wir Seminare für unsere Kollegen und Sommeliers zum Thema Biodynamie.

Lieber Herr Duijn, wir danken Ihnen herzlich  für das aufschlussreiche Interview.
Helga König und Peter J. König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum
Weingut DUIJN und können  Weine bestellen.
 www.weingut-duijn.com

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