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Helga König im Gespräch mit dem Schauspieler Helmut Berger

Lieber Helmut Berger, nachdem ich mich vor geraumer Zeit im Rahmen einer Kolumne auf "Buch, Kultur und Lifestyle" mit großem Interesse  mit Ihrer Person näher befasst habe, freue ich mich nun, einige Fragen an Sie richten zu dürfen.


Helga König: Wie definieren Sie sich heute in herangereiften Jahren als Schauspieler?

 Helmut Berger
Helmut Berger: Ich würde heutzutage gerne mehr Rollen wie den alten YSL von Bertrand Bonello spielen. Leider gibt es sehr wenig gute Drehbücher für mich. Ich würde gerne auch ein paar ausgesuchte Gueststar Roles übernehmen. Ein gutes Drehbuch von einem ehrlichen Produzenten. 

Helga König: Hatten die Rollen, die Sie in berühmten Literaturverfilmungen spielten, eine besondere Bedeutung für Sie? 

Helmut Berger: Mir fällt nur "Der Reigen" und "Der Garten der Finzi Contini" ein. Ich konnte die Lebensart der Rolle sehr gut nachvollziehen.

 Helga König
Helga König: Sie galten als der schönste Mann des letzten Jahrhunderts. Wie fühlt man sich, wenn man seines Aussehens wegen allerorten bewundert wird? 

Helmut Berger: Kann ich gar nichts dazu sagen. Das hat man gesagt und so habe ich es verdaut. 

Helga König:Was haben Sie empfunden als Sie die Rolle des "Dorian Gray" spielten? 

Helmut Berger: Nichts. Denn das waren alles Rollen. Ich bin Schauspieler. Ich habe mich in die Rolle rein versetzt und der Rolle entsprechend empfunden. Man passt auf, wer mit einem spielt. Das war mir damals sehr wichtig. Da hatte ich immer Mitspracherecht. 

Helga König: Gibt es eine Schauspielerin, die Sie als Ihr weibliches Pendant begreifen und falls ja, weshalb? 

 Helmut Berger
Helmut Berger: Liz Taylor, sie war die schönste Frau der Welt. 

Helga König: Hat Sie in jungen Jahren Schönheit bei Frauen fasziniert oder begriffen Sie diese als Konkurrenz? 

Helmut Berger: Ja, mit der Sympathie. Offenheit.

Helga König: Welche Rollen spielten Frauen in ihrem Leben und welche Männer? 

Helmut Berger: Frauen waren immer am Set, Visconti hatte eine ganze Entourage davon. Ich lebte sehr gerne mit Frauen und Männern in der Film- Familie. Aber ich bevorzuge die Gespräche mit Männern. Meine Mutter war sehr wichtig für mich. Frauen haben mich immer umsorgt. 

Helga König:Welche Rolle spielte die Liebe in Ihrem Leben?

Helmut Berger: Ich habe nur Visconti geliebt.

 Helga König
Helga König: Gibt es Filmrollen, die Sie heute gerne spielen würden? 

Helmut Berger:  Ich würde sehr gerne heute mal eine Komödie spielen. Diese Gelegenheit wurde mir nie geboten. 

Helga König: Welche Pläne möchten Sie in diesem Jahr noch realisieren? 

Helmut Berger:Ich möchte meinen Dokumentarfilm unbedingt fertigstellen. Es ist wichtig, dass wir das Shooting in Italien finanziert bekommen.Dort werden wir in Rom, Cinecitta und bei Prince Stash Klossowki de Rola drehen. Zwei Ikonen der 60 er reden über ihre besten Zeiten im Leben. SURE COUNT ME IN. ANYTHING FOR HELMUT. I HAVE UNFORGETTABLE MEMORIES OF OUR TIME TOGETHER... I AM OFF TO MY CASTLE OF MONTECALVELLO NEAR ROME WHERE I WILL REMAIN UNTIL JUST BEFORE THANKSGIVING IN NOVEMBER. 

Helga König: Begreifen Sie die sozialen Netzwerke als eine Möglichkeit, die Welt neu zu entdecken? 

 Helmut Berger
Helmut Berger: Ich habe das jetzt dank meiner Produzentin entdeckt und geniesse es sehr, was ich dort lesen kann, bei Twitter und Facebook. Es wundert mich, wie schnell ich mit dem Bildtelefon alte Freunde auf der ganzen Welt entdecken kann.

Helga König: Was ist Ihr Traum vom Glück? 

Helmut Berger: Meine Ruhe genießen, nette Gesellschaft von guten Freunden, wenn ich könnte, mich wie ein Dandy zu kleiden und noch Ziele zu haben, eine neue Rolle wäre mir sehr wichtig. Das gibt mir Glück.


Lieber Helmut Berger,  herzlichen Dank für das aufschlussreiche Interview.

Ihre Helga König

Website von Helmut Berger: https://helmutberger.org/

Foto: Helmut Berger (privat)

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