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Peter J. und Helga König im Gespräch mit Hubert Böttcher und Stephan Düringer, Spitalkellerei Konstanz / Baden

Lieber Stephan Düringer, lieber Hubert Böttcher, dieser Tage haben wir auf "Buch, Kultur und Lifestyle"  sechs Ihrer Weine vorgestellt. Nun möchten wir diesbezüglich einige Fragen an Sie richten. 


Helga König: Was hat es mit der Spitalkellerei Konstanz auf sich, warum wurde sie gegründet, seit wann existiert die Kellerei und wo, und wer ist für das Weinmachen hier verantwortlich? 

 Hubert Böttcher, Stephan Düringer
Stephan Düringer: Das Weingut schaut auf eine fast 790 jährige Tradition zurück. Gegründet wurde das Spital zum heiligen Geist durch die Konstanzer Bürger Heinrich von Bitzenhofen und Ulrich Blarer im Jahre 1225. Bis 2002 wurde das Weingut von der Stadt Konstanz selbst betrieben bis mein Partner Hubert Böttcher und ich es in eigener Regie übernommen haben. 

Peter König: Wieviel ha Rebfläche werden von der Spitalkellerei bewirtschaftet und welche besonderen Lagen sind vorhanden? 

Hubert Böttcher: Wir bewirtschaften rund 21 ha Weinberge die sich hauptsächlich in zwei Lagen aufteilen. Die Konstanzer Sonnenhalde hier in Konstanz mit rund 7,5 ha und auf der gegenüberliegenden die Meersburger Haltnau mit rund 11 ha. Beide Lagen sind im Alleinbesitz der Kellerei. Außerdem hat das Weingut noch 3 ha in Meersburg gepachtet. 

Helga König: Welche Rebsorten werden angebaut und was ist über das Terroir zu sagen, z.B. durch die Nähe zum Bodensee? 

Stephan Düringer: Die Hauptrebsorte ist der Müller-Thurgau. Ich sage immer,  dass er durch seine Kreuzungseltern der kleine Bruder vom Riesling ist. Er spiegelt die Einzigartigkeit der Region wieder. Darüber hinaus haben wir für Baden die typischen Burgundersorten Weissburgunder, Grauburgunder und den Spätburgunder und weitere interessante Sorten wie Chardonnay, Sauvignon blanc und Traminer. 

Peter J. König: Welche Einflüsse hat der Klimawandel speziell auf die eigenen Weinberge und wie wird darauf reagiert? 

  Hubert Böttcher, Stephan Düringer
Hubert Böttcher: Mit 450 m über den Meeresspiegel, die Nähe zum See und die Angrenzung zu den Alpen haben wir am Bodensee unser eigenes Klima, was uns Jahr für Jahr neu herausfordert. Dies wiederum macht unsere Weine einzigartig und unverwechselbar. Über einen Klimawandel kann ich noch nichts sagen da ich erst seit 13 Jahren hier am See bin. 

Helga König: Was gibt es über die Weine aus der Spitalkellerei besonderes zu berichten, wie werden sie hausintern klassifiziert und worin liegen ihre Besonderheiten? 

Stephan Düringer: Wir unterscheiden in unseren Qualitäten unter Gutsweinen, Lagenweinen und die Bodenseespitzen, letztere stammen in den meisten Fällen aus dem kleinen Holzfass und bei den Rotweinen über ein Jahr lagen, bevor sie auf die Flasche kommen. 

Peter J. König: Wie werden die Weine vermarktet und wie können unsere Leser sie erwerben?

Hubert Böttcher: Unser engster Partner ist die hiesige Gastronomie. Hier sind unsere Weine gut aufgehoben, denn sie werden gerne für die regionale Küche genommen. Darüber hinaus kann man unsere Wein ab Weingut in unserer Vinothek oder auch über den Postversand erhalten. Ende diesen Jahres versuchen wir, dass unsere Weine auch über unseren Online shop zu erhalten sind. 

Helga König: Gibt es Veranstaltungen wo die Weine vorgestellt werden, z. B. bei einem Kellerfest direkt im Spitalkeller oder bei besonderen Verkostungen im Rahmen eines passenden Menüs?

  Hubert Böttcher, Stephan Düringer
Stephan Düringer: Die meisten Präsentationen finden hier in der Region statt. Wie zum Beispiel die Gutes vom See Messe, die Bodenseeweinmesse in Friedrichshafen, die Weinfeste in Konstanz und Meersburg und die große Jahrespräsentation der Europäischen Stiftungsweingüter die jedes Jahr in einer Stiftungsstadt stattfindet. Ansonsten findet man auf unserer Homepage noch weiter kleine Veranstaltungen. 

Peter J. König: Welche Philosophie prägt die Erzeugung der Weine und wie wirkt sich diese auf die Weinbergsarbeit, die Lese und die Kellerwirtschaft aus? 

Stephan Düringer: Der Erfolg unsrer Weine liegt in unserer Hand. Was ich damit sagen möchte ist, dass die Qualität im Weinberg wächst und nicht im Keller und man nur aus gutem und gesundem Lesegut gehaltvolle, fruchtige und gut strukturierte Weine machen kann. Dafür danke ich meinem Partner Hubert Böttcher und unsere Mannschaft. 

Helga König: Welche besonderen Aktivitäten werden zusätzlich unternommen, etwa Weinwanderungen oder aber auch private Feste in den besonderen Örtlichkeiten der Spitalkellerei Konstanz und welche Termine sollten unsere Leser ins Auge fassen, wenn sie ein Event besuchen wollen, bei dem sie direkt vor Ort die Weine der Spitalkellerei Konstanz in fröhlicher Atmosphäre verkosten  können? 

Stephan Düringer: Jeden 1. & 3. Donnerstag im Monat bieten wir öffentliche Weinproben an. Hervorzuheben ist noch unser Suserbesen im September und Oktober. Ab nächstem Jahr werden wir die Weinstube Haltnau übernehmen und dort einige Aktivitäten starten. Lassen Sie sich überraschen.

Besten Dank für das aufschlussreiche Interview.

Ihre Helga König, Ihr Peter J. König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Spitalkellerei Konstanz und können den Wein dort bestellen. www.spitalkellerei-konstanz.de

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