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Helga König im Gespräch mit der Weinexpertin Natalie Lumpp, Autorin des Reiseführers "Weingüter entlang der Autobahn."

Liebe Natalie Lumpp, sie sind Deutschlands renommierteste Weinexpertin, organisieren Weinseminare aber auch Weinreisen und sind als Weinberaterin tätig. 

Ich habe gestern auf "Buch, Kultur und Lifestyle" Ihren neuen Reiseführer "Weingüter entlang der Autobahn" vorgestellt und möchte nun einige Fragen dazu an Sie richten. 


Helga König: Was macht es für einen genussliebenden Autofahrer interessant, Ihren Reiseführer im Handschuhfach stets dabei zu haben? 

 Natalie Lumpp
Foto: Klaus Henning-Damasko
Natalie Lumpp: Gerade zu dieser Jahreszeit macht es doch Spaß für ein paar Tage oder für ein Wochenende in eine Weinregion zu fahren. Der kleine Führer hilft sicherlich zum Gelingen – ich verspreche alle Weingüter, Restaurants und Übernachten empfehle ich aus vollem Herzen. Aber auch wenn Sie einfach so unterwegs sind, lohnt es den Führer dabei zu haben. Bei einem Stau – fahren Sie einfach raus und kaufen einen tollen Wein ein oder essen eine Kleinigkeit in einem der tollen Restaurants. Oder Sie möchten einfach eine Pause einlegen, dann müssen Sie nicht unbedingt zur Autobahnraststätte… 

 Helga König
Helga König: Nach welchen Kriterien haben sie die Weingüter, Restaurants und Hotels im Buch gewählt? 

Natalie Lumpp: Sie sehen gleich, es gibt pro Ausfahrt jeweils nur eine Empfehlung für Weingut, Restaurant und Übernachtung, sodass es übersichtlich bleibt. Die Empfehlungen sind aus jahrelangen Erfahrungen zusammengestellt. 

Helga König: Worauf legten Sie besonderen Wert bei der Beschreibung der Weingüter? 

Natalie Lumpp: Wichtig finde ich den Charakter der Weingüter. Manche sind postmodern, andere gemütlich –und rustikal oder besonders familiär. 

Helga König: Nach welchen Kriterien haben Sie die Weine für die Kurzbeschreibungen ausgesucht?

Natalie Lumpp: Ich wollte immer eine persönliche Empfehlung zu den Weinen geben. Die Weingüter kenne ich schon so lange, dass man beispielsweise sagt: dort muss man unbedingt den Silvaner probiert haben…. So hat das Buch auch den Geheimtipp Charakter. 

Helga König: Kann man davon ausgehen, dass in den Restaurants, die sie kurz skizzieren, stets auch die Weine des von Ihnen beschriebenen Weingutes im Umfeld, angeboten werden? 

Natalie Lumpp: Leider kann ich das nicht garantieren. Es war natürlich auch eine Überlegung, das Weingut mit dem Restaurant um die Ecke zu kombinieren, aber das ging leider nicht aus. So kann ich voll und ganz auch hinter dem Restaurant stehen. Und meist gibt es auch die angesprochenen Weine.

Helga König: Gefallen hat mir, dass sie Sehenswürdigkeiten nicht unerwähnt lassen, aber klar zeigen, dass dies nicht der Schwerpunkt ist. Was macht Ingelheim reizvoll für Sie? 

 Natalie Lumpp
Foto: Klaus Henning-Damasko
Natalie Lumpp: Ingelheim war schon immer als besondere Weingemeinde bekannt. Wie schön, dass jetzt auch noch viel frisches und lebendiges Engagement von jungen Winzern mit hineinspielt. Außerdem liebe ich Überreste aus der alten Geschichte. 

Helga König: Wer zu Kruger-Rumpf geht, um Weine zu verkosten, bleibt in der Regel auch zum Essen dort. Was hat Sie veranlasst, im nahen Bingen noch eine Alternative vorzustellen? 

Natalie Lumpp: Ich persönlich bin auch sehr gerne zu Gast bei Kruger-Rumpf, aber das schließt ja andere Restaurants nicht aus. Tatsächlich ging es mir um die Struktur des Buches, dass wir pro Ausfahrt wirklich immer Weingut, Restaurant und Übernachtung haben. 

 Helga König
Helga König: Spannend finde ich auch Ihre Beschreibung eines Weinguts in Salzatal OT Höhnstedt. Können Sie über Ihre Eindrücke von "A 143 Ausfahrt Halle-Neustadt" kurz berichten? 

Natalie Lumpp: Die Weine aus den neuen Bundesländern hatte ich lange unterschätzt. Dabei bestechen vor allem die Weißweine mit ihren leichteren Alkoholwerten – und besitzen eine wunderbare Tiefgründigkeit. Unser Weingutsbesuch bei der ehemaligen Weinhoheit war wunderbar locker, jung und unkompliziert. Ich gebe allerdings freimütig zu, dass ich an der Autobahnausfahrt zunächst nicht an die reale Existenz von Weinreben geglaubt habe – umso wohltuender war dann der erlebte Kontrast. 

Helga König: Sie schreiben Andreas Bieselin, sei ein richtiger Geheimtipp. Können Sie diesbezüglich unsere Leser ein wenig neugierig machen?

Natalie Lumpp: Bieselin hatte ich vor wenigen Jahren von einem Kollegen auf der Badischen Weinmesse empfohlen bekommen. Er macht ganz wunderbar leichte Weine, die sehr bekömmlich sind - und sich für jede Gelegenheit eignen. Vor allem Auxerrois gibt es nur wenige, die so gut sind. Wie schön, dass es auch noch Winzer gibt, die noch nicht landauf – landab auf jeder Weinkarte zu finden sind. 

Helga König: Was macht Volkach so reizvoll für weintrinkende Gourmets? 

Natalie Lumpp: Der Hauptgewinn ist doch, wenn Sie eine gute Flasche trinken können, das passende Essen dazu bekommen – und gleich noch dort übernachten können. All das bietet „Zur Schwane“ mit der Familie Düker!

Liebe  Natalie Lumpp, Ich danke Ihnen herzlich für das aufschlussreiche Interview.

Ihre Helga König

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Website von Natalie Lumpp:  http://www.natalie-lumpp.de/
Foto: Kostenfreies Pressebild von Natalie Lumpp

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