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Helga König im Gespräch mit Marika Kilius

Liebe Frau Kilius, vor geraumer Zeit habe ich Ihr Buch "Pirouetten des Lebens" rezensiert. Dazu möchte ich Ihnen heute einige Fragen stellen.

Helga König: Welche Gaben wurden Ihnen in die Wiege gelegt und inwieweit haben diese Gaben Ihr gesamtes bisheriges Leben beeinflusst?

 Marika Kilius
Foto: © Stephan  Pick 
Marika Kilius: Meine Gabe sehe ich in erster Linie im Talent für das Tanzen und speziell für das Eislaufen. Eine weitere Gabe ist meine Disziplin. Diese war sehr wichtig für meinen Job auf dem Eis und ermöglichte mir täglich an meine Grenzen zu gehen, auch dann, wenn ich mir wehtat. Aufgrund meiner Disziplin konnte ich Verletzungen besser wegstecken. Solche hatte ich in all meinen Jahren als Eiskunstläuferin wenige und dies obschon ich mit 2 ½ Jahren 1946 begann und bis 1988 in diesem Metier tätig war. Ich gehe davon aus, dass mein Karma mich vor Verletzungen schützte, ich insofern Glück hatte, weil ich in diesem Leben eine bestimmte Sache zu Ende bringen sollte.

Helga König: Haben Sie Ihre Mutter als Übermutter empfunden und falls ja, wann konnten Sie sich von Ihr mental lösen?

Marika Kilius: Im gewissen Sinn war meine Mutter natürlich eine Art Übermutter. Sie bestimmte, aber ich lehnte mich als Kind natürlich auch auf. Ich wollte nicht immer trainieren. Sie hielt mich aber stets dazu an und das war gut so. Auf der Rollschuh- oder Eisbahn hatte sie keinen Einfluss. Hier war ich frei von ihr. Dort wirkte nur mein Trainer auf mich ein. Meine Mutter ließ mir als Kind auch die Freiheit Spanierin, Ungarin etc. zu sein und förderte in vielen Dingen meine Kreativität. Wäre meine Mutter eine nervige Übermutter gewesen, hätte ich gewiss nicht akzeptiert, dass sie nachdem ich erwachsen war, fast immer bei mir im Haus wohnte, wohingegen mein Vater im Haus meiner Mutter lebte. 

Helga König: Sie haben bereits als Kind sehr viel trainiert, um Spitzenleistungen im Sport erzielen zu können. Glauben Sie, dass Ehrgeiz anerzogen ist oder per se in einem Menschen steckt? 

Marika Kilius: Teils, teils. Ich selbst bin zwar sehr diszipliniert, aber nicht wirklich ehrgeizig. Ehrgeiz war eine Eigenschaft meiner Mutter. Sehr talentierten Menschen mangelt es zumeist an Ehrgeiz. Deshalb auch wird ihnen ein ehrgeiziger Mensch zur Seite gestellt, damit sie ihre Talente entfalten können. Generell kann ich sagen, dass ich über einen gesunden Ehrgeiz verfüge. Dieser äußerte sich beim Eislaufen darin, dass ich zwei Wochen vor einem Event mich dann schon entsprechend ins Zeug legte. 

Helga König: Sie sind davon überzeugt, dass Sie bereits mehrmals gelebt haben und in einem Vorleben „stark kreativ körper- und bewegungsorientiert“ waren. Haben Sie sich schon einmal einer Rückführung unterzogen, und falls ja, was haben Sie erfahren? 

Marika Kilius: Ich habe schon viele Rückführungen gemacht. Da ich viele sehr private Dinge in Erfahrung bringen konnte, möchte ich darüber konkret öffentlich nicht sprechen. Sagen aber kann ich, dass Rückführungen mich lehren, bestimmte Dinge abzuarbeiten. Ich lerne alte Muster zu erkennen und Lösungen zu finden, wenn mir immer wieder ein analoges Problem vorgesetzt wird. Die Informationen aus den Rückführungen nehme ich sehr ernst. Ich versuche immer- das ist übrigens ein Wesenszug von mir- selbst schlechtesten Situationen etwas Positives abzugewinnen und die Erkenntnisse aus den Rückführungen im positiven Umgang mit meinem Umfeld einzusetzen. 

Helga König: Die augenscheinliche Harmonie in den Bewegungsabläufen mit Ihrem Eiskunstlaufpartner Hans Jürgen Bäumler und der Eindruck für den Betrachter, dass die Chemie hier völlig stimmte, kann man als Ergebnis eines extremen Trainings deuten, aber auch karmisch. Wie deuten Sie es? 

Marika Kilius: Zwischen Hans-Jürgen Bäumler und mir gibt es eine alte Karma-Geschichte. Wir sind uns bereits in vielen Leben begegnet. Mehr möchte ich an dieser Stelle dazu nicht sagen. Die Chemie stimmt deshalb, weil wir uns bereits aus anderen Leben kannten und unsere lange Harmonie nun auf dem Eis auslebten. 

Helga König: Sie können auf eine Vielzahl von internationalen Erfolgen zurückblicken. Was haben diese Erfolge langfristig mit ihnen gemacht, was bewirkten Sie in Ihrer spirituellen Entwicklung? 

Marika Kilius: Bei meinen Erfolgen haben natürlich meine spirituellen Meister die Hand im Spiel gehabt. Dies ist mir heute bewusst, obschon ich mich auch früher mit der spirituellen Ebene des Seins befasst habe und mir stets klar war, dass Erfolg ohne spirituelle Führung nicht möglich ist. Man muss sich öffnen für das Wollen der Meister, dann wird uns der Weg gezeigt, den man voller Engagement beschreiten sollte. 

Helga König: Sie sind nicht nur eine erfolgreiche, sondern auch eine wunderschöne Frau. Hatten Sie viele Neiderinnen und falls ja, wie sind sie mit diesen Personen und deren möglichen Attacken umgegangen? 

Marika Kilius: Ich versuchte stets loyal zu sein. Neid läuft sich tot, wenn man ihm nichts entgegensetzt. Wenn negative Schwingungen auf mich zu kommen, dann sende ich sie nicht zurück. Viele tun dies, aber dadurch treten sie mit Neidern letztlich auf spiritueller Ebene in Kontakt, ohne es zu wollen. Setzt man aber nichts dagegen, hört es irgendwann auf. Man sollte sich also davor hüten, sich in negatives Denken reinziehen zu lassen. Einfach positiv weiterschwingen, dann läuft sich Neid tatsächlich tot. 

Helga König: Haben Ihre Erfahrungen während der Zeit bei „ Holiday on Ice“ Sie in ihren Lebensbetrachtungen stark verändert? 

Marika Kilius: Ich konnte mich dort bei „ Holiday on Ice“ in zahlreichen Belangen einbringen. Damit möchte ich sagen, dass ich in vielem mitreden konnte, sei es, was die Auftritte anbelangte, beispielsweise „ La Traviata“ oder „Black Diamonds“ aber auch, im Hinblick auf das Design der Kostüme, deren Stoffe und Schnitte. Selbst beim Krönchen-Equipment brachte ich Ideen ein. Zwischenzeitlich habe ich für QVC eine Schmuckkollektion gemacht. Gewiss sind meine Erfahrungen aus der Zeit bei Holiday- on Ice mit eingeflossen. Demnächst plane ich Mode für Übergrößen zu gestalten. Auch hier spielen meine Kenntnisse mit Schnitt und Design aus jenen Zeiten eine Rolle. Das Interesse an Übergröße habe ich deshalb, weil ich meine, dass auch Frauen, die nicht schlank sind, ein Recht darauf haben attraktiv gekleidet zu sein. Natürlich ist da auch noch meine Kosmetikserie „ Beauty on Ice“, deren Ursprünge auf meine Erfahrungen mit Kosmetik in den langen Jahren als Eiskunstläuferin zurückgeht. 

Helga König: Können Sie etwas über Ihre Kosmetiklinie berichten und wie sich dort ihr Engagement darstellt? 

Marika Kilius: Mit „Beauty on Ice“ befasse ich mich schon seit elf Jahren. Es dauert sehr lange, bis man eine Creme entwickelt hat und oft viele Jahre bis das Ergebnis wirklich stimmt. Ich selbst probiere die Cremes stets an mir aus und stehe völlig hinter meinen Produkten. Meine Pflegelinie enthält übrigens sehr kostbare Inhaltsstoffe. Darunter das „ hermetische Gold“. Das ist eine sehr hochwirksame Essenz, die die Eigenschaften des Goldes vollständig entfaltet. Es war nicht einfach einen Alchemisten zu finden, der dieses „hermetische Gold“ herstellen konnte. Doch ich halte es für sehr wichtig, weil es Licht und damit Verjüngung transportiert. Meine Nachtcreme enthält sehr kostbare Fette und keinerlei kriechende Öle. Dadurch wird die Haut wirklich gut genährt und man bekommt einen schönen, gepflegten Teint. 

Helga König: Wie offenbart sich Ihnen Ihre Spiritualität im Hier und Heute? 

Marika Kilius: Hauptsächlich darin, zu erkennen, dass ich mit anderen Menschen so umgehe, wie ich wünsche, dass sie sich mir gegenüber verhalten. Dies ist der Schlüssel für ein positives Miteinander.


Liebe Frau Kilius für das aufschlussreiche Gespräch danke ich Ihnen herzlich.  Das Interview mit Ihnen hat mir besonders viel Freude bereitet.

Helga König


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